Ex-Bundeswehrgeneräle kritisieren Aussagen von McChrystal

Kabul (dts) – Die Aussagen von Stanley McChrystal zu dem von der Bundeswehr befohlenen Luftangriff in Afghanistan sind in Bundeswehrkreisen auf Kritik gestoßen. Der amerikanische Nato-Befehlshaber McChrystal hatte bereits frühzeitig eingeräumt, dass bei dem Angriff Zivilisten ums Leben gekommen seien und die Entscheidung der Bundeswehr verurteilt. Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat,

sagte gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, eine derartige „Vorverurteilung“ durch McChrystal sei „völlig inakzeptabel“. Dadurch würde das Leben deutscher Soldaten gefährdet. „Wenn ich den Eindruck erwecke, dass dort Zivilisten getötet worden sind, bringe ich die Zivilbevölkerung gegen diejenigen auf, die offensichtlich die Schuldigen sind – nämlich die Deutschen“, so Kujat weiter. Der ehemalige Bundeswehrgeneral Klaus Naumann sprach unterdessen gegenüber dem „Tagesspiegel“ von „Führungsfehlern“ des amerikanischen Kommandeurs. Naumann kritisierte besonders die Entscheidung McChrystals, Journalisten zu einer Untersuchung mitzunehmen und „sie schreiben zu lassen, was sie wollen“. Er betonte weiterhin, dass gerade jetzt die Einigkeit im Bündnis wichtig sei.

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