LINKE: Bodo Ramelow einzige Option für den Ministerpräsidenten in Thüringen

bartschBonn (ots) – Der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Dietmar Bartsch, hat eine Wahl des SPD-Spitzenkandidaten Christoph Matschie zum Thüringer Ministerpräsidenten kategorisch ausgeschlossen. Angesprochen auf eine mögliche Patt-Situation, weil die SPD im Gegenzug den Kandidaten der Linkspartei nicht wählen wolle, sagte er in der PHOENIX-Sendung UNTER DEN LINDEN: „Wir sind mit dem Spitzenkandidaten Bodo Ramelow angetreten. Es wird sich jedenfalls nicht so auflösen, wie vielleicht jemand in der SPD denkt, dass wir Herrn Matschie wählen. Das ist völlig ausgeschlossen.“ Da die SPD weniger Stimmen als die Linkspartei erhalten hatte, wäre dies „ein Kuriosum, das es bisher noch nicht gegeben hat“, so Bartsch, „und das wird es mit uns nicht geben.“ Wörtlich fügte er hinzu: „Das ist völlig absurd.“ Seit 60 Jahren Bundesrepublik habe es keinen einzigen Fall gegeben, wo die schwächere Partei den Ministerpräsidenten gestellt habe. Ebenfalls in der PHOENIX-Sendung äußerte die stellvertretende FDP- Bundesvorsitzende Cornelia Pieper die Befürchtung, dass die Bildung der Landesregierungen in Thüringen und im Saarland hinausgeschoben würden, „um die Bundestagswahl gut über die Runden zu kriegen“. Dort werde auf dem Rücken der Bevölkerung wird taktiert, so Pieper. Allerdings werde man erleben, dass „die Parteien in Sachsen sehr schnell zu Potte kommen und dass es dort auch eine schwarz-gelbe Koalition noch vor der Bundestagswahl geben wird.“ Dass die CDU in Sachsen auch Gespräche mit der SPD führen will, bezeichnete Pieper als „Preistreiberei“. Die FDP werde „nicht zu jedem Preis in die Landesregierung von Sachsen gehen.“ Allerdings gehe sie von einer „stabilen“ schwarz-gelben Koalition aus.

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