Ruhrdigital: Virtual Kicker League

Duisburg (RD) Rauchgeschwängerte Kneipen, der Geruch von Alkohol in der Luft und irgendwo in der Ecke beugen sich zwei Spieler konzentriert über einen Tisch mit kleinen Spielfiguren. Das ist wohl das Bild, das man im Kopf hat sobald man das Wort „Kicker“ hört. Die Virtual Kicker League holt zumindest das Gefühl des schnellen Ballwechsels mit kleinen Figuren nach Hause auf den Bildschirm.

Entwickelt hat sie Prof. Dr. Tobias Kollmann, Lehrstuhlinhaber für E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen. In dieser Saison gibt es etliche Neuerungen, die das virtuelle Kicken noch spannender und interessanter gestalten sollen. So gehört die Simulation des Wetters ebenfalls dazu wie die Begrenzung der Spielzeit auf zwei Mal 45 Sekunden. Auch auf die spielerische Qualität der Mannschaft können die Fans mehr Einfluss nehmen. „Eine weitere Neuheit ist das Gameplay, das den Spielern auch Dribblings und die Variation der Schussstärke erlauben“, so Prof. Kollmann.

Das Besondere an der League: Man spielt nicht etwa gegen den Computer sondern tatsächlich gegen einen Fan des anderen Vereins. Bei 125.000 angemeldeten Bundesliga-Fans ist das Finden eines Gegners wohl nicht das Problem. Und noch etwas zeichnet die Virtual Kicker League aus: Alle Online-Partien werden mittwochs bis samstags parallel zum Spielplan der Fußballbundesliga ausgetragen, da die VKL seit der Saison 2008/2009 offizieller Lizenznehmer der DFL ist.

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