Duisburg: Erste Spur in Sachen Farbschmierereien in Friemersheim

Duisburg – Nach derzeitigem Ermittlungsstand sind die bisher unbekannten Täter zunächst in eine Werkshalle auf dem Logport-Gelände eingedrungen und mit dort entwendeten Farbsprühdosen über den Friemersheimer Damm gelaufen. Nachdem dort bereits ausgiebig verschiedene Zeichen und Symbole gesprüht wurden, verließ man den Damm an der Dorfkirche und setzte hier seine Beschädigungen derart fort, dass man fortan insbesondere satanistische und sexistische Symbole sprühte.
Die Schäden erstrecken sich im weiteren Verlauf über die Friemersheimer Str., wo insbesondere dort abgestellte Fahrzeuge und auch Hausfassaden besprüht wurden. Weiter zieht sich die Spur über den fußläufigen Damm zur Eisenbahnsiedlung, wo sich auf der Martinistr. ebenfalls Beschädigungen finden. Sie endet schließlich erst auf der Mittelstraße. Wie jetzt bekannt wurde, ist bereits in der vorangegangenen Nacht eine Personengruppe von 8 bis 10 Jugendlichen in der unmittelbaren Nähe der Kirche beobachtet worden. Am nächsten Morgen waren dann an der Kirchenwand identische Bleistiftzeichnungen entdeckt worden, wie sie in der Nacht darauf mit Farbsprühdosen dort und an den anderen Tatorten gesprüht worden sind.
Auffällig ist in diesem Zusammenhang der mehrfach verwandte Schriftzug A`n`R.
Die Personengruppe setzte sich ausschließlich aus männlichen Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren zusammen. Alle waren schwarz gekleidet und trugen teilweise Kapuzenpullis. Mit Ausnahme einer Person, welche sich durch blonde, leicht gewellte und schulterlange Haare von der Gruppe abhob, hatten alle anderen auffallend schwarze Haare in normaler Länge.
Bei den Taten ist ein Sachschaden von mindestens 20000 € entstanden.
Bei Ermittlung müssen die Täter damit rechnen, nicht nur strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen zu werden, sondern auch in umfangreicher Weise in zivilrechtlicher Hinsicht in Regress genommen zu werden.
Seitens der Polizei wird um sachdienliche Angaben insbesondere zu den o. g. Personen und dem verwendeten Schriftzug gebeten.
Zeugen mögen sich unter 0203/2800 an die sachbearbeitende Kriminalinspektion 5 oder jede andere Polizeidienststelle wenden.

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