Magazin:Ulla Schmidt kaufte Gemälde einer Freundin fürs Büro

Ulla Schmidt zusammen mit Renate Müller Drehsen bei Eröffnung der Ausstellung "Wunder-Wege" in Baesweiler

Ulla Schmidt zusammen mit Renate Müller Drehsen bei Eröffnung der Ausstellung "Wunder-Wege" in Baesweiler

Berlin (dts) – Auf Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) kommen offenbar neue Belastungen zu. Wie das Magazin „Focus“ in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, habe Schmidt auf Kosten der Steuerzahler ein Ölgemälde für ihr Ministeriumsbüro angeschafft. Demnach habe das Ministerium das Bild „Zwillinge 2000“ kurz nach dem Amtsantritt von Schmidt im März 2002 für 3.550 Euro erworben. Das Gesundheitsministerium bestätigte den Kauf. Das von Schmidt persönlich ausgesuchte Werk stammt von der Malerin Renate Müller-Drehsen, mit der die Ministerin eng befreundet ist und bei der Schmidt regelmäßig Urlaub im spanischen Denia macht. Die Malerin, die wie Schmidt aus Aachen kommt, ist auch wegen des gestohlenen Dienstwagens bei der Polizei erschienen. Das Bild hat zunächst im Arbeitszimmer der Ministerin gehangen und ist inzwischen in ihrem Besprechungszimmer zu finden.

4 thoughts on “Magazin:Ulla Schmidt kaufte Gemälde einer Freundin fürs Büro

  1. Es kommt immer alles ‚raus. Eigentlich ist es nichts Schlimmes, so ein Bild zu kaufen. Allerdings im Licht der Dienstwagenaffäre ist es einigermaßen peinlijch.

  2. Eigentlich nicht der Beachtung wert – außer man schlachtet es wieder wahltechnisch aus.
    Jene Politikerkollegen die am meisten mit dem Finger zeigen werden letztendlich früher oder später ebenso im selben Rampenlicht stehen 😉

  3. Thomas Rodenbücher Sa, 01 Aug 2009 at 11:42:27 - Author

    Viel interessanter wäre es zu wissen, wer aus dem näheren Umfeld von Ulla Schmidt, die Nachricht beim Focus lanciert hat.

  4. Bilder sind Kunst, und Kunst ist Kultur

    Somit betrachte ich den Kauf eines Bildes durchaus als hinnehmbar. Weiterhin gibt es da in anderen öffentlichen Bereichen wesentlich teurere „Kunstfehler“. Hätte Frau Schmidt 10 – 20 Kunstwerke einer
    ihr bekannten Person erworben, könnte ich die Aufregung verstehen.
    Vermutlich hat Frau Schmidt auch das ein oder andere Buch einer ihr bekannten Person im Regal stehen, welches als Arbeitsmittel abgerech-
    net wurde. So what …

    Die Dienstwagen-Nr. ist aber nicht in Ordnung und wirft verschiedene Fragen auf, nicht nur rein moralische. Frau v. d. Leyen sollte sich diesbezüglich jedoch zurückhalten. Wer behauptet, die Nutzung öffent- lichen Eigentums (steuerfinanzierte Kfz betrachte ich als solche), bzw. die zugehörige Dokumentation (Fahrtenbuch) unterlägen der Privatsphäre einer öffentlichen Person, der erinnert sich wohl nicht mehr, wessen Lohn & Brot er so verteilt.

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