CDU-Politiker fordern Gespräche mit weiteren Opel-Interessenten

Dr. Michael Fuchs, CDU/CSU

Dr. Michael Fuchs, CDU/CSU

Berlin (ddp-nrw). Die Bundesregierung soll sich nach dem Willen von CDU-Wirtschaftspolitikern bei den Verhandlungen zur Rettung des Autobauers Opel nicht nur auf den Zulieferer Magna konzentrieren. Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand, Michael Fuchs (CDU) sagte der «Bild»-Zeitung (Onlineausgabe): «Die Bundesregierung wäre gut beraten, bei den Verhandlungen mit Magna Tempo herauszunehmen. Sie sollte sich das Angebot von BAIC genau anschauen – ebenso die Angebote von Fiat und Ripplewood.» Es gehe darum, den Steuerzahler zu schonen und möglichst viele Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten.

Magna gilt bisher als klarer Favorit für die Opel-Übernahme. Das Unternehmen will mit seinen russischen Partnern GAZ und Sberbank Opel übernehmen. Am vergangenen Wochenende legte aber die chinesische Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) beim Opel-Mutterkonzern General Motors ein Angebot vor. Danach will BAIC für 660 Millionen Euro die Mehrheit bei Opel übernehmen. Nach Medienberichten will BAIC zudem nur 2,64 Milliarden Euro Bürgschaft des deutschen Staates beanspruchen – deutlich weniger als Magna, die um 4,5 Milliarden Euro Staatsgarantien nachgesucht hätten.

Der Präsident des CDU-Wirtschaftsrats, Kurt Lauk, verlangte eine intensive Prüfung des BAIC-Angebots. «Entscheidend muss sein, das beste und zukunftsfähigste Konzept für Opel zu finden», sagte er dem Blatt. Es müsse ein auf Dauer überzeugendes privatwirtschaftliches Modell sein, damit sich Opel am Markt behaupten könne. «Wir können gern darüber spekulieren, ob die Zukunft der chinesischen
Autoindustrie größer ist als die von Magna», sagte Lauk.

ddp/roy

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