Bochumer Opel-Beschäftigte wollen Urlaubsgeld einklagen

OpelEssen/Bochum (ddp-nrw). Der Streit um das Urlaubsgeld im Bochumer Opelwerk nimmt an Schärfe zu. Wie die in Essen erscheinende «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» (Donnerstagausgabe) aus Betriebsratskreisen berichtet, ist an diesem Freitag eine Anhörung beim Arbeitsgericht Bochum terminiert. Dabei gehe es um eine einstweilige Verfügung des Opel-Betriebsrates gegen Opel auf Zahlung des Urlaubsgeldes.

Die Bochumer IG Metall hat Formulare im Werk verteilen lassen, mit denen Opelaner ihr Urlaubsgeld beantragen können. Bei Ablehnung werde die IG Metall Klagen beim Arbeitsgericht unterstützen, sicherte die 1. Bevollmächtigte der Gewerkschaft, Ulrike Kleinebrahm, zu.

Weil die Bochumer unter allen Opelwerken am meisten unter Kurzarbeit leiden, konnten sie sich seit Februar monatlich ein Zwölftel des Urlaubsgeldes und auch des Weihnachtsgeldes auszahlen lassen. Im Juni hatte die Geschäftsleitung die Auszahlung des Urlaubsgeldes gestoppt. Nach Informationen der Zeitung wurden Vorschüsse sogar von den Konten der Beschäftigten zurückgebucht. Dagegen geht der Betriebsrat nun vor.

Damit wird ein wichtiger Bestandteil des Magna-Konzepts infrage gestellt. Der österreichisch-kanadische Zulieferer, der als Favorit für eine Opel-Übernahme gilt, fordert eine Mitarbeiterbeteiligung von rund einer Milliarde Euro. Dafür hatte Opel die Tariferhöhungen 2009 und das Urlaubsgeld einbehalten.

ddp/mar

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