Medien: BAIC legt Offerte über 660 Millionen Euro für Opel vor

gmPeking (ddp-nrw). Der chinesische Automobilhersteller Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) hat nach einem Medienbericht eine konkrete Offerte für die deutsche GM-Tochtergesellschaft Opel vorgelegt. Wie das «Wall Street Journal» (Onlineausgabe) am Dienstag berichtete, hat das BAIC-Angebot einen Wert von 660 Millionen Euro. Das Blatt beruft sich auf Angaben einer GM nahestehenden Person. GM betrachte den chinesischen Autohersteller als einen «formidablen Bieter» für Opel, wird die Person zitiert.

Laut dem Bericht plant BAIC keine Schließung von Opel-Werken in Deutschland. Zudem wolle BAIC nur 2,64 Milliarden Euro Bürgschaft des deutschen Staates beanspruchen, und damit deutlich weniger als Magna, die um 4,5 Milliarden Euro Staatsgarantien nachgesucht hätten. Damit könnte das Angebot des chinesischen Unternehmens die von dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna abgegebene Offerte ausstechen, erklärte die Person laut Bericht.

Magna gilt bisher als klarer Favorit für die Opel-Übernahme. Das Unternehmen will Opel mit den russischen Partnern GAZ und Sberbank übernehmen. Der Magna-Aufsichtsrat wird sich am Dienstag nächster Woche mit der Offerte für Opel beschäftigen. Magna rechnet trotz einiger noch zu klärender Punkte mit einer baldigen Übernahme. Der Vorsitzende der GM-Europasparte, Carl-Peter Forster, hatte für Mitte des Monats eine Einigung in Aussicht gestellt.

An einem Einstieg bei Opel sind auch der italienische Autohersteller Fiat und der Finanzinvestor RHJ interessiert. ddp/mid/uge

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