Oberhausener Polizei zerschlägt internationalen Ring von LKW-Dieben

stafrontGemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Oberhausen und der Staatsanwaltschaft Duisburg

Oberhausen (ots) Das Kriminalkommissariat  13 des PP Oberhausen ( Organisierte Kriminalität ) führte gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Duisburg  über ca. 10 Monate ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen eine mehrköpfige Tätergruppierung ( 4 Haupttäter im Alter zwischen 52 und 35 Jahren sowie 10 weitere Tatbeteiligte ) wegen des bandenmäßigen Diebstahls von Sattelzugmaschinen, -aufliegern und deren Ladung.

Die Täter entwendeten in der Regel hochwertige Sattelzugmaschinen und Kühlauflieger. Diese Fahrzeuge wurden dann in die Niederlande verbracht. Sie wurden  dort an aus Moldawien angereiste Mittäter übergeben.  Diese verbrachten die entwendeten Fahrzeuge dann nach Moldawien.  Diese Täter verfügten  über gefälschte Fahrzeugpapiere und entsprechende moldawische Kennzeichen. Die Tatorte verteilten sich über das ganze Land Nordrhein-Westfalen.

Bei der Ladung der Sattelauflieger handelte es sich um Kaffeemaschinen, Windeln, Farben, Papier, Fruchtsaft, Butter, Druckertoner, Generatoren,  aber auch um Edelmetalle oder z.B. 2 Stahlblöcke, 15,8 bzw. 6,3 Tonnen,  schwer.
Diese entwendeten Ladungen wurden in Lagerhallen in Deutschland als auch in den Niederlanden zwischengelagert. Von dort aus wurden sie weiterveräußert. Teilweise gelangte das Diebesgut wieder in den legalen Wirtschaftskreislauf.

Ein Teil der Beschuldigten war offiziell bei  den geschädigten Speditionen als Fahrer beschäftigt. Dadurch hatten sie Kenntnisse über den dortigen Fuhrpark, Ladungen und Arbeitsabläufe erlangt. Diese Beschuldigten übergaben auch Originalfahrzeugschlüssel, damit Nachschlüssel gefertigt werden konnten und anschließend der Diebstahl der Fahrzeuge problemlos durchgeführt werden konnte.

Die Ermittlungen ergaben auch, dass gegen den in Moldawien aufhältigen Abnehmer der 38- Tonnen-Trucks zuvor schon sowohl in Frankreich als auch in Deutschland Ermittlungsverfahren in ähnlicher Sache geführt wurden. In Frankreich konnten der dortigen Tätergruppierung ca. 60 Komplettdiebstähle von Sattelzügen nachgewiesen werden. Die hiesigen Beschuldigten hatten auch Kontakte zu der in Frankreich tätigen Organisation.

Daneben entwendeten die Täter auch im Fahrzeug befindliche Tankkarten. Diese wurden teilweise dupliziert und anschließend  weitergegeben, um damit illegal erhebliche Dieselmengen zu tanken oder sonstige Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Speditionwesen zu begleichen. ( z.B. Mautgebühren und Käufe an Tankstellen und Rasthäusern)
Die Ermittlungen gestalteten sich wegen der Internationalität der Täter sehr schwierig und wurden überwiegend verdeckt durchgeführt. Am 25. 2. 2009 würden die Hauptverdächtigen in Mülheim, Köln und Oberhausen
festgenommen.

Der ermittelte Gesamtschaden im Zusammenhang mit dem Diebstahl der Sattelzugmaschinen, -auflieger und deren Ladung im Ermittlungszeitraum beläuft sich auf ca. 3 Millionen Euro.
Die Ermittlungen führten  zur Auffindung und Sicherstellung von einem Teil der entwendeten Fahrzeuge und des Diebesgutes.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg wurden drei der Hauptverdächtigen in Untersuchungshaft genommen. Der 35jährige Haupttäter sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft.

 

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