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Quelle in Duisburg

Quelle in Duisburg

Für den insolventen Versandhändler und dessen über 5000 Mitarbeiter allein in Deutschland gerät die geplante Rettung ihres Unternehmens weiterhin zur Zitterpartie. Hatte sich letzte Woche die bayrische Landesregierung für eine Bürgschaft für die Arcandor-Tochter ausgesprochen, so berichtete die Financial Times Deutschland Anfang der Woche, dass das Vorgehen Bayerns innerhalb der Bundesregierung nicht Mehrheitsfähig sei. Der Bund befürchtete, das durch den hohen Cash-Bedarf den Quelle benötigte, das Ausfallrisiko zu hoch sei.
Doch Bayern ließ nicht locker und drängte zu Verhandlungen über einen Massekredit von 50 Millionen Euro. Das Ausfallrisiko ist bei einem Massekredit wesentlich geringer als bei einer Bürgschaft. Über das Notdarlehen können insolvente Firmen den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten; die Kreditgeber erhalten dann vorrangig Geld vom Pleite-Unternehmen.
Gestern Abend verkündete dann der bayrische Wirtschaftsminister Zeil (FDP), dass man sich mit der Bundesregierung geeinigt habe. Der Massekredit solle vom Bayern, Sachsen und dem Bund kommen. Bayern übernähme 21 Millionen Euro, Sachsen 4 Millionen Euro und der Rest von 25 Millionen Euro würde der Bund über die KfW bereit stellen.
Ein Dementi aus Berlin ließ nicht lange auf sich warten. Eine endgültige Entscheidung sei längst nicht gefallen, da Quelle noch ausreichende Sicherheiten nachweisen müsse.

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