Duisburg: Internationaler Bücherschrank der Schule am Hochfelder Markt

Die Frauen eines Integrationskurses der AWO-Duisburg haben am Donnerstag (17.03.) einen öffentlichen Bücherschrank eingerichtet. Auf einem Flur in der Grundschule am Hochfelder Markt können Kinder, Eltern und natürlich auch die Sprachschülerinnen der AWO-Duisburg aus dem Angebot ihre Lektüre auswählen und mit nach Hause nehmen.

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Die Leseliste ist ausgesprochen international: Die Frauen aus dem Kurs statten den Schrank mit Lektüre aus ihrer Heimat und in ihrer Landessprache aus. Dazu kommen die Bücher von Lehrerinnen und Lehrern der Schule sowie aus den Familien der Schüler. Betreut wird der Bücherschrank von Magdalena Gladka aus Polen und der Bulgarin Krasimira Stoyanova, die den Sprachkurs der Duisburger AWO besuchen. Möglich wurde das Projekt durch eine Spende von Rotary Duisburg, privaten Unterstützern und der Zusammenarbeit mit der bürgerschaftlichen Vereinigung proDUISBURG e.V.

Jennifer Poschen, Leiterin der Schule am Hochfelder Markt, erläutert die Idee und Umsetzung: „Der Sprachkurs findet bei uns regelmäßig dreimal in der Woche statt. Die Frauen hatten von den öffentlichen Bücherschränken gehört und wollten etwas Ähnliches selbst organisieren. Dabei wollten sie, dass gerade ihre Bücher in den Schrank kommen und sie auf diese Weise ihre Heimat und ihre Interessen vorstellen. Ihnen war es auch ein Anliegen, sich selbst darum zu kümmern, dass immer genug Bücher im Schrank stehen.“

Gemeinsam habe man überlegt, das Projekt im geschützten Umfeld der Schule zu realisieren. Während der Schulzeit können Leseratten zugreifen. Bücher aus und über Duisburg gehören zum Bestand, aber auch Literatur aus der Türkei, Polen und Ghana. „Die Auswahl ist so international wie unsere Schule“, sagt die Leiterin der Grundschule, die im vergangenen Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feierte.

„Da der Schrank in einer Schule steht, waren bestimmte Anforderungen aufgrund der Sicherheitsbestimmungen zu erfüllen. Ohne die Spende des Rotary Club Antwerpen (RC Duisburg) sowie der weiteren privaten Gönner wäre das nicht möglich gewesen. Für diese Hilfe sind wir sehr dankbar“, so Jennifer Poschen.

Die Schulleiterin bilanziert das Projekt positiv: „„Lesen öffnet die Tür zu neuen Welten. Bei uns finden die Leser zudem Bücher aus aller Welt. Es hat sich gezeigt, dass die Familien der Schulkinder, aber auch die Schülerinnen und Schüler selbst das Angebot annehmen. Und was mindestens ebenso so schön ist: Es herrscht ein reger Austausch. Es kommen immer wieder neue Bücher hinzu, so dass es sich lohnt, nachzuschauen, ob nicht heute etwas Passendes zu finden ist.“

Sie freue sich zudem, dass zwei Frauen aus dem Kurs die Verantwortung für das Projekt übernommen haben. Die Idee sei von den Frauen aus dem Kurs gekommen, und sie sorgten nun dafür, dass diese Initiative auch dauerhaft funktioniert.

 

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