Duisburg: AWO und ADFC richten Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge ein

Die AWO-Integration und der ADFC Duisburg richten in Kooperation eine ehrenamtlich geführte Fahrradwerkstatt ein. Auf dem Bauspielplatz in Duisburg-Neumühl können Flüchtlinge unter fachlicher Anleitung Fahrräder straßenverkehrstauglich herrichten. Die Räder sollen den Asylbewerbern ein gewisses Maß an Mobilität ermöglichen. Ab Samstag, den 23. Januar nimmt die Radwerkstatt ihre Tätigkeit auf.

Karl-August Schwarthans, Geschäftsführer der AWO-Integration, spricht von „einem Projekt mit Potential.“

photo credit: Mein Fahrrad via photopin (license)

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Zunächst sollen Asylbewerber für sich selbst Räder reparieren. Später können auf dem Bauspielplatz auf der Alexstraße auch Fahrräder für Kinder oder bedürftige Bürger aus dem Stadtteil repariert werden. Unterstützung erfuhren der ADFC und die AWO-Integration durch das Unternehmen Maas-Bau aus Moers. Es stellte den Container zur Verfügung, der als Lager für die gebrauchten Räder dient.

Klaus Hauschild, Vorstandssprecher beim ADFC Duisburg sagte bei der Vorstellung der Werkstatt: „Ziel des Projektes ist es zum einen, vor allem alleinstehenden männlichen Asylbewerben aus der Unterkunft auf der Usedomstraße im Stadtteil eine sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen und ihre Mobilität zu verbessern.“ Im Zuge des Asylverfahrens haben die Bewerber zunächst keine Möglichkeit, einer bezahlten Beschäftigung nachzugehen.

Karl-August Schwarthans ergänzt: „Darüber hinaus trägt die Werkstatt dazu bei, erste Schritte auch auf dem Weg zu einer beruflichen und sozialen Integration zu gehen. Wir machen Integration erfahrbar.“

Die Pläne sehen zunächst vor, gebrauchte Fahrräder zu sammeln. Die Partner werden dies abgestimmt vornehmen. „Es muss eine Chance bestehen, sie mit einem überschaubaren Aufwand an Material und Zeit wieder verkehrsfähig zu machen“, so Achim Arians vom ADFC. Anleitung erhalten die Asylbewerber durch die Experten des ADFC. Gearbeitet wird jeweils am Samstag.

Karl-August Schwarthans erklärte zum Projektstart: „Die Fahrradwerkstatt bietet Freizeitbeschäftigung, Qualifizierung und Kontaktmöglichkeiten. Die Verbesserung der Mobilität stellt einen wichtigen Aspekt dar. Darüber hinaus geht es auch um die Anleitung zu einer regelkonformen Nutzung des Verkehrsmittels.“ In Zukunft könnten gemeinsame Radtouren den Austausch und soziale Kontakte fördern.

Der ADFC und die AWO-Integration haben zunächst eine Zusammenarbeit für ein Jahr vereinbart.

Das Projekt wird unterstützt aus dem landesgeförderten Programm „Zusammenkommen und Verstehen“ des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW.

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