Krefeld: Neuer SPD-Chef zu Gast beim DGB

Der neue Krefelder SPD-Vorsitzende Ralph-Harry Klaer traf sich zu einem Meinungsaustausch mit Vertretern des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Krefeld.

v.l. DGB-Regionssekretär Thomas Ziegler, SPD-Vorsitzender Ralph-Harry Klaer, DGB-Vorsitzender Ralf Köpke

v.l. DGB-Regionssekretär Thomas Ziegler, SPD-Vorsitzender Ralph-Harry Klaer, DGB-Vorsitzender Ralf Köpke

Ralf Köpke, DGB-Vorsitzender berichtete über die gewerkschaftliche Einschätzung der Wirtschaftslage, insbesondere im industriellen Bereich in Krefeld  Die relativ positive Arbeitsmarktlage im letzten Jahr wird nach Ansicht des DGB nicht zu halten sein. Es gebe Befürchtungen, dass die Konjunkturlage in Krefeld zu Beschäftigungsschwierigkeiten in der mittelständigen Industrie Krefelds führen kann. Bis zu 500 Arbeitsplätzen könnten auch in 2016 verloren gehen, so Köpke.

Ralph-Harry Klaer bekräftigte die nachhaltige Unterstützung aus der Krefelder SPD. Klaer: „Wir stehen immer an der Seite der Beschäftigten, gerade auch in schwierigen Zeiten, unsere Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen wird sich in Kürze auch noch mal mit Vertretern der Gewerkschaften zu diesem Punkt abstimmen.“

Einen gemeinsamen Handlungsbedarf gibt es nach Auffassung von Klaer und Köpke auch bei den Verträgen mit den Reinigungsfirmen an den Krefelder Schulen. Die Anfragen der Stadt Krefeld sollten eine fachkundige Überarbeitung aus Arbeitnehmersicht erhalten. Die Vorgänge der letzten Wochen haben gezeigt, dass hier dringender Handlungsbedarf gegeben ist, Klaer und Köpke erklärten übereinstimmend, dass hier nicht auf dem Rücken der Reinigungskräfte und der Schulen nach dem Motto den billigsten Anbieter zu nehmen, gespart werden darf.

Zum Thema Mindestlohn war man sich bei allen Gesprächspartnern einig, die gesetzliche Einführung des flächendeckenden Mindestlohnes war ein großes Erfolgsmodell, allen Unkenrufen zum Trotz gab es keinen Beschäftigungsabbau, ganz im Gegenteil haben auch in Krefeld etliche Beschäftigte vom Mindestlohn profitiert. „Wir werden weiter darum kämpfen, dass auch in dieser Stadt Niemand mehr weniger als 8,50 Euro verdienen muss“, so beide gleichlautend.

Es wurde ein regelmäßiger und kontinuierlicher Meinungs- und Erfahrungsaustausch zwischen der Krefelder SPD und den Gewerkschaften vereinbart, die Themenfelder Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Soziales und die Integration der Flüchtlinge in dieser Stadt sind große Herausforderungen für die Zukunft dieser Stadt, darin waren sich beide Seiten einig.

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