Update II – Veranstaltung „Roma in Duisburg Rheinhausen“: Erst Diskussion, dann Schlägerei

bfbEtwa 70 Anwohner und interessierte Bürger sind heute Abend dem Aufruf des Rheinhauser Sozialaktivisten Rolf Karling gefolgt und haben vor dem Vereinsheim von „Bürger für Bürger“ an der Brahmsstraße über die Situation der Roma in Rheinhausen diskutiert.

Aufgrund des großen Interesses konnte die Veranstaltung nicht direkt in den Räumen des Vereins stattfinden. Sodass Bierbänke und Tische für eine Diskussion ins Freie gestellt wurden.

Neben Deniz Aksen vom Hilfsverein ZukunftsOrientierte Förderung e.V. stand auch eine Vertreterin der Stadt Duisburg für Fragen zur Verfügung. Die Vorsitzenden der Ratsfraktionen, also jene, die Entscheidungen für die betreffende Immobilie auf den Weg bringen könnten, waren nicht anwesend.

Von Anfang an, so stellte Karling klar, dass es sich bei den Roma in Rheinhausen nicht um Asylbewerber handelt, sondern um EU-Bürger, die ein normales Bleiberecht besäßen und noch nicht so gut angepasst seien.

An dieser Stelle wurde das erste Grummeln unter den Anwohnern hörbar.

Der erste Zwischenruf, dass es sich bei den Wohneinheiten „In den Peschen“, um eine 300 prozentige Überbelegung handeln wurde, schien den meisten aus der Seele zu sprechen.

Wilhelm Rütter, dessen Haus direkt an den sogenannten Problemhäusern angrenzt, forderte mehr Mülltonnen für die Bewohner, da es nicht mehr zu ertragen sei, dass der Müll weiterhin einfach in den Hof geschmissen würde.

Er schilderte in bunten Farben über seine Erlebnisse mit der Rattenplage, die sich jetzt seit über einen Jahr dort breit mache. Erst durch Karlings Grünbeschnitt sei es zu leichten Besserungen gekommen.

Hier müsse die Stadtverwaltung auch endlich mal den Besitzer Branko Baresic in die Pflicht genommen werden, so der eindeutige Tenor der Anwohner.

Weitere Anwohner erzählten über ihre Ängste gegenüber den Romas, von Überfällen und dass selbst die Kinder nicht mehr in die Schule wollen. Ein weiterer Anwohner der Begunienstraße erzählte, dass gerade heute seine Türscheibe eingeschmissen worden wäre.

Bei dem Thema „Klau-Kinder“, wurde mehrmals an die Vertreterin der Stadt Duisburg die Frage gerichtet, warum sich in diesen Fällen nicht das Jugendamt einmischen würde. „Wenn meine Kinder mehrmals beim Klauen erwischt werden würden, so würde mir das Jugendamt mir diese Kinder ganz schnell abnehmen“, so eine aufgebrachte Anwohnerin.

Die Vertreterin der Stadt, Elisabeth Pater, versuchte die Anwohner zu beruhigen und erklärte, dass hier auf keinen Fall mit zweierlei Maß gemessen würde, sehr zur Belustigung der Anwohner. Auch bei der Beschulung der Roma-Kinder vertröstete Pastor auf das nächste Schuljahr.

Eindeutig war auch die Stellungnahme eines Anwohners, dass man nichts mit den Rechten zu tun haben wolle. Dies wurde von der überwiegenden Mehrheit goutiert.

Es war im Großen und Ganzen eine konstruktive Diskussion, die vor allem die Nöte und Sorgen der Anwohner widerspiegelte. Zwischenzeitlich gab es immer wieder hitzige Diskussionen zwischen einem versprengten Haufen Antifas und Anwohner.

Sätze wie „Geh NPD wählen und verpiss dich“ oder „Arschlöcher muss man auf die Fresse hauen“, sie waren nur die Vorboten für das trauige Nachspiel der Veranstaltung.

Wie mehrere Augenzeugen berichten, hätten 30 Antifas die nach Hause strömenden Besucher an der naheliegenden Trinkhalle abgefangen und mit Pfefferspray und Eisenstangen auf die wehrlosen Menschen eingeschlagen. Vier Besucher wurden mit Platzwunden ins Krankenhaus eingeliefert. Die alamierte Polizei hat die Verfolgung in Richtung Nachtwache „In den Peschen“ aufgenommen.

Update II.

Die Pressesprecher der Duisburger Polizei Ramon van der Maat bestätigt diesen Vorfall.

In einem Telefonat von Samstag, dem 24. August, 01:34 Uhr.

Eine Gruppe von 10 bis 15 Tätern habe Teilnehmer der vorangegangenen Veranstaltung nahe der Trinkhalle Beethovenstrasse angegriffen. Mit Pfefferspray und mit Stangen.

Von vier Verletzten wären drei ambulant im Krankenhaus versorgt worden.

Die Täter wären verortbar aus jener Gruppe gewesen, die auf der Veranstaltung „Teilnehmer als Nazis beschimpft hätten“, sagte van der Maat.

Diese hätten Zeugen wiedererkannt aus der Gruppe, die am sogenannten Problemhaus in Bergheim eine Nachtwache durchführe.

In der Folge habe die Polizei drei Personen festgenommen. Diese würden zur Zeit vernommen werden. Wegen des Verdachtes auf Landfriedensbruch. Und wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Zum Geschehen auch: Kommentar von Xtranews-Autor Dr. Werner Jurga.

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19 thoughts on “Update II – Veranstaltung „Roma in Duisburg Rheinhausen“: Erst Diskussion, dann Schlägerei

  1. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, woher XtraNews die Infos mit den AntiFa-Übergriffen hat (ich würde es aber gern wissen).

    Warum können es keine Autonomen Nationalisten gewesen sein? Die Autonomen Nationalisten sind ja nun bundesweit als aggressive, rücksichtslose Schläger in Erscheinung getreten.

    „…und mit Pfefferspray und Eisenstangen auf die wehrlosen Menschen eingeschlagen“

    Entschuldigung, es mögen viele Vorurteile und Abneigungen gegen die AntiFa-Gruppen bestehen, aber das klingt eher nach gezieltem Angriff von Rechts!!

    Natürlich soll es so nicht aussehen.

    „Die“ AntiFa greift nicht aus dem Hinterhalt an.
    Warum einfach so auf unbescholtene Bürger einprügeln? Noch so ein Vorurteil, dass es bei den Antischisten in erster Linie um Gewalt ginge.

    Also wenn sie Fotos oder andere Beweise haben, wäre es toll diese zu veröffentlichen.

    Ich bitte um mehr Licht im Dunkel

    Sven
    MetalFans Gegen Nazis

  2. Nein, lieber Sven, es handelte sich tatsächlich um einen überfallartigen Angriff der „antideutschen“ Antifa auf unbescholtene Bürger. Bürger, die zwar Ansichten vertreten hatten, die einem nicht gefallen können. Aber dass nach der Veranstaltung, die nun nicht gerade zu Gunsten der Antifa verlaufen ist, auf die Anwohner mit brutaler Gewalt eingeprügelt worden ist, lag bislang auch außerhalb meiner Vorstellungskraft!
    Ich bin unglaublich traurig und wütend. Ich bin zwar nicht unmittelbarer Augenzeuge des Überfalls; aber ich habe aus rund 50 Metern Entfernung die Schreie gehört und danach die blutüberströmten Menschen, meist Frauen, vom Tatort wegrennen sehen.
    “ `Die´ AntiFa greift nicht aus dem Hinterhalt an“ schreibst Du. Ich hatte immerhin gehofft, dass „die“ Antifa nicht am Boden liegenden Menschen gegen den Kopf treten würde. Sie haben es getan!
    „Warum einfach so auf unbescholtene Bürger einprügeln?“ Weil diese „antideutschen“ Vollidioten es nicht verwinden konnten, dass die einfachen Leute aus dem einfachen Volk ihnen auf der Veranstaltung keinen Stich ließen.
    Auch ich hatte angenommen, dass Wehrlose zu überfallen ein Markenzeichen der Faschisten ist. Ich wurde eines Besseren belehrt. Es ist etwas Furchtbares geschehen. Dieser Vorfall wird alles, was das Rheinhauser Romahaus betrifft, verändern. Es ist einfach kaum zu glauben! Aber wahr.

    • Markus Bertele 24. August 2013 at 15:32 -

      Und was hast du getan? Ausser nur beobachten? Hast du den verletzten geholfen oder sie beschützt? Ne, wahrscheinlich warst du besorgt, dass deiner haut was passiert, und sven, du laberst scheisse, wieso sollten rechte „rechte“ beleidigen und sie auch noch verprügeln? wahrscheinlich hast du zuviel klebstoff geschnüffelt, denn denken ist nicht gerade dein ding, oder?

  3. so bestimmt nicht!! habe heute abend das wahre gesicht der überwiegend nicht deutschstämmigen antifa-aktivisten kennen gelernt. sie machen keinen unterschied zu den kriminellen Romas. Gesindel, wertloses, heimatloses, aggresives, wurzelloses Gesindel! ich bitte die vier verletzen opfer des übergriffs um Verzeihung, das es mir nicht aufgefallen ist das sich dieses kriminelle pack während der Veranstaltung personell verstärkt hat um dann später zuzuschlagen!

  4. @MetalFansGegenNazis
    ich kann da nicht zustimmen. dieses verhalten ist typisch für sogenannte „anti“faschisten. diese handlungsweisen waren der grund, warum ich vor einigen jahren die szene verlassen habe.

  5. Aus Eisenstangen wurden jetzt schon mal in einem Artikel Knüppel, also so toll scheinen die Augenzeugen wohl nicht gucken zu können. Ich weiß natürlich nicht, was da vor Ort passiert ist. Die Wahrheit liegt aber zumeist dazwischen, und es werden AntiFa wie Polizei sowie Nazis involviert worden sein.

    Frage mich auch immer noch, wie die Leute alle so gut die Autonomen Nationalisten von der AntiFa unterscheiden können, aber warten wir mal ab, was am Ende bei raus kommt.

    Dieser „Fall“ zeigt mir allerdings, dass es verdammt naiv ist den Medien blind zu trauen, nicht zu hinterfragen und nicht mehrere Quellen zu nutzen. Nur Xtranews reicht mir einfach nicht. Wer die Augenzeugen da in den Peschen zum Teil im Moment sind, und wie sie zum Teil ticken, kann man gern auf der Facebook-Seite nachlesen.

    Natürlich sind längst nicht alle Anwohner so, aber einige ticken da doch sehr extrem. Der Vorfall wurde auf jeden Fall von den „unpolitischen Wutbürgern“ genutzt um gegen die AntiFa-SA zu hetzen und dieses Ereignisse gezielt zu instrumentalisieren. Genau DAS darf eben nicht geschehen! Question everything.

    Sven
    MFGN

  6. #MFGN

    Zitat:
    „Question everything.“

    Gut. Dann will ich gleich einmal damit anfangen:

    Agieren Sie auf der von Ihnen angesprochenen Facebookseite unter dem Namen „Hell Reloaded“ ?

  7. Oh ja, nun sind es wieder die Rechten die auf Arme Wehrlose Deutsche Bürger einprügeln.

    Und die AntiFa ist wieder der Unschuldsengel. Nur weil sich hier Leute getroffen haben, die nicht der Meinung sind, das man die Roma unbedingt in unmittelbarer Nähe haben will, weil es vielleicht sein kann, das der eine oder andere nun mal verstärkt Negative Erfahrungen mit diesem Volk gemacht hat, müssen gerade solche Übergriffe, wie Sie hier geschildert werden nicht von Rechts kommen.

    Auch die AntiFa ist eine ebenso Kriminelle wie Aggressive Vereinigung, die genauso verboten gehört wie diverse Rechte Gruppierungen.

    Ich persönlich will auch nicht gerade ein Asylbewerberheim oder eine solch herunter gekommene Unterkunft für Sinti und Roma in meiner unmittelbaren Nachbarschaft haben, weil ich nicht unbedingt darauf wert lege, das meine Familie von diesen Leuten „belästigt“ (um es mal vorsichtig auszudrücken) wird. Bin ich deswegen jetzt auch Rechts?

  8. „Von Anfang an, so stellte Karling klar, dass es sich bei den Roma in Rheinhausen nicht um Asylbewerber handelt, sondern um EU-Bürger, die ein normales Bleiberecht besäßen und noch nicht so gut angepasst seien.“
    herr karling,googlen sie doch mal das bleibebrecht genauer,verbunden mit arbeitnehmerfreizügigkeit oder verfügbaren wohnraum für bulgaren und rumänen in duisburg ,
    dann erklärt sich vielleicht die fehlende anpassung.
    und erklären sie das auch gleich ihrem zuständigen polizeisprecher „Die anderen kommen mit unserer Gesellschaft nicht klar. Die müssen weg.“Ramon van der Maat! wohin denn? ins sinti-und-roma-land?

    und ihr kommentar unter dem obigen artikel über die „nicht-deutschstämmigen antifa-aktivisten“,“..die keinen unterschied zu kriminellen romas“ machen ,macht ebenso deutlich,wessen geistes kind sie,herr karling, sowie der verfasser augenzeugenberichtes, Dr. Werner Jurga, sind.
    die dauernde betonung „antideutsche“ antifa(nachdem sich meines wissens noch keine solche gruppierung dazu bekannt hat)und auf der anderen seite die wahnsinnig „unbescholtenen“ bürger,die offensichtlich ein wahnsinniges problem haben mit antideutsch-sein,oder aber mit denen,über die sie da reden,nämlich den bewohner des hauses in den peschen,sich mal an einen tisch zu setzen,statt über sie zu reden…..

    tatsächlich sehen autonome nationalisten genau aus wie autonome antifaschisten,es gehört quasi zu deren strategie.
    tatsächlich ist es so,das auch die polizei interessen hat,oder wieviele fälle von aufgeklärter polizeigewalt kennen sie?
    es gibt schon deshalb mehrere versionen der geschichte,weil jeder einen anderen,interessengefärbten blickwinkel darauf hat.
    deshalb sollten sie alle sehr vorsichtig mit der vorverurteilung ganzer gruppen aufgrund der aktionen einzelner bzw der berichte bestimmter leute sein.rattenfänger lauern dieser tage überall…

  9. Wer versteckt sich hinter dieser angeblichen „antideutschen AntiFa“? Allmählich wird mir ob dieser undurchsichtigen Gemengelage in Duisburg Angst und Bange. Welche gewalttätige Bande versucht, Anwohner einzuschüchtern, die ihre Probleme mit dem asozialen Verhalten ihrer zugereisten Nachbarn öffentlich formulieren? Welche Motivation steckt dahinter? Hier braut sich offenbar etwas undurchschaubares, explosives zusammen und unsere Bundesregierung, die uns dieses Problem europageil beschert hat, schaut weg, widmet sich stattdessen in aller Ruhe ihrem Wiederwahlkampf. Keiner dieser Ignoranten – Regierung oder Opposition -ist für Duisburger wählbar. Wir brauchen Hilfe und Berlin schaut kollektiv weg. So nicht. Auch wir wählen im September.

  10. H. Leuterbach 25. August 2013 at 07:02 -

    Hat es denn bei diesem angeblichen Überfall wenigstens einige der Pro NRW Hetzer und Division Duisburg Schläger-Nazis erwischt, die auf der Veranstaltung permanent ihre rasstische Brühe absondern durften, ohne dass sie jemand vor die Tür gesetzt hätte?