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Wo wohnt Andreas Winkler?

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Heute hatte Xtranews in einer Pressesache eine Verhandlung vor dem Landgericht Köln

 Wo wohnt Andreas Winkler?

Justizzentrum Köln: Viele Wege führen zu Andreas Winkler (Bild: mupfl.com)

Es ging um Andreas Winkler, den netzbekannten Aufmerksamkeitstäter aus Duisburg. Bekannt geworden durch seinen spektakulären Austritt aus der Piratenpartei.  Nicht minder spektakulär berüchtigt durch seinen propagandistisch ausgeschlachteten Eintritt in die vom Verfassungsschutz beobachtete Kleinpartei Pro NRW. – Jedenfalls: Winkler bleibt weiterhin verschollen.

In der heutigen Verhandlung vor dem Landgericht Köln liess das mehrfach vorbestrafte Neumitglied der rechtsextremistischen Partei Pro NRW klein beigeben.

Vor dem Landgericht Köln erschien er nicht persönlich, er liess sich durch einen Anwalt vertreten.

In diesem Verfahren heute haben wir uns gegen eine einstweilige Verfügung Winklers zu Wehr gesetzt, die ohne uns anzuhören erlassen worden ist. Diese Verfügung bezog sich auf verschiedene Umstände von Winklers strafrechtlich relevanter Vergangenheit.

Ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht haben wir uns heute mit der Gegenseite geeinigt.

Wobei zu erwarten steht, dass in der Folge Winkler neben seinem Anwalt auch die Gerichtskosten zu zahlen haben dürfte.

Dem voraus ging in der Verhandlung im zweiten Stock des Justizbunkers auf der Luxemburger Strasse ein nicht ganz komikfreies Geplänkel hinsichtlich der ladungsfähigen Adresse des Andreas Winkler.

Im Vorfeld hatte dieser mit verwirrenden Folgen diverse Auslandswohnsitze angegeben.

Der von Zeugen wiederholt in Duisburg-Neudorf lokalisierte ehemalige Pressesprecher der Duisburger Piratenpartei habe seine Ladungsadresse nunmehr im englischen St Leonards-on-Sea, Grafschaft East Sussex in Südengland, führte sein Saarbrücker Anwalt aus.

Info:
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Obschon es sich offensichtlich um eine Postfachadresse handelt; sein Anwalt betonte, auch er kommuniziere ausschliesslich auf diesem eigentümlichen Weg mit seinem Mandanten.

Am Rande des Prozesses wurde ausserdem bekannt, dass Winkler am 20. Dezember letzten Jahres einen Journalisten, der über Winklers Eintritt bei Pro NRW berichtete, per Mail bedroht und beleidigt hat.

Auszug aus der Korrespondenz. Von zwei verschiedenen Mailadressen Winklers:

Gesendet: Donnerstag, 20. Dezember 2012 23:04. “Hallo Kommunist, Sie haben anscheinend Zuviel Geld ! Da kommen Abmahnungen ganz gut ,oder ?”

Gesendet: Donnerstag, 20. Dezember 2012 23:49. “Viel Spaß . (…) Milchgesicht !”

Interessant an der Korrespondenz ist weniger die wenig ausgeprägte orthografische Präzision.

Interessant ist vor allem der Umstand, dass es Winkler beliebte, die zweite Mail per Kopie an einen weiteren Empfänger zu adressieren:

An die Dienstadresse des Leverkusener Rechtsanwaltes Markus Beisicht.

Und Markus Beisicht, der als Strafverteidiger Nazis vertritt, ist der Vorsitzende der rechtsextremistischen Kleinpartei Pro NRW.

Insoweit wächst also zusammen, was zusammen gehört.

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Beitrag von auf 9. Januar 2013. Abgelegt unter Allgemein, Duisburg, Headline, Media, Politik, Recht. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Kommentare und Pings sind geschlossen.