Die Csárdásfürstin: Duisburger Premiere am 13.10. mit Wolfram Koloseus
Kálmáns Operette „Die Csárdásfürstin“ spielt mit dem zeitlosen Traum von der einen wahren Liebe. Sylva Varescu ist Revuestar und verdreht allen Männern den Kopf, doch liebt sie von ihren zahlreichen Verehrern nur den Wiener Fürstensohn Edwin Lippert-Weylersheim. Edwin erwidert ihre Liebe
durchaus, schafft es jedoch nicht, vor seiner adligen Familie für seine Liebe einzustehen und sein Heiratsversprechen einzulösen. Da diese Heirat aus der Sicht seiner Familie unstandesgemäß wäre, wird eine Verlobung Edwins mit seiner Cousine Stasi arrangiert. Sylva fühlt sich verraten und reist vorerst ab.
Bis zum Finale gibt es ganz im Stil der Wiener Operette noch zahlreiche Irrungen, Wirrungen und Versteckspiele.
Aus kaum einer anderen Operette haben sich so viele Arien als echte Erfolgsschlager etabliert: Von „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“ über „Nimm Zigeuner, deine Geige“ bis zum Finale „Tausend kleine Engel singen“ wechseln süße Melodien mit schmissigen ungarischen und Wiener Rhythmen, die das wunderbare Ensemble um Nataliya Kovalova als Sylva Varescu gemeinsam mit den Duisburger Philharmonikern unter Leitung von Wolfram Koloseus zum Besten gibt. Doch liefert Kálmáns Musik nicht nur champagnertrunkene Operettenseligkeit, sondern nimmt in den sehnsuchtsvollen Untertönen durchaus die Tragik seiner Figuren ernst.
Regisseur Joan Anton Rechi wurde 2007/08 von der Fachzeitschrift „Opernwelt“ als Nachwuchskünstler des Jahres nominiert und inszenierte zuletzt mit großem Erfolg Rossinis „La Cenerentola“ am Theater Aachen und Szymanowskis „Król Roger“ am Staatstheater Mainz. Der tradierten Rolle der Operette, mit viel Humor und ein wenig Eskapismus ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen, das genug Schwung gibt, auch schlechte Zeiten gemeinsam durchzustehen, gibt er mit seiner Inszenierung frische Bedeutung.
Die Gestaltung von Bühne und Kostümen übernehmen Alfons Flores und Sebastian Ellrich. Flores, seit 1978 als Bühnenbildner und Regisseur tätig, gestaltete unter anderem 2009 die Bühne für Ligetis „Le grand macabre“ und 2011 für Enescus „Œdipe“ am Brüsseler Opernhaus La Monnaie, beide unter der Regie von La Fura dels Baus. Für „Die Csárdásfürstin“ schuf er eine bühnenfüllende wandelbare Showtreppe, die den Traum vom Aufstieg und vom ewigen Sternenhimmel der Liebe ebenso glanzvoll symbolisiert wie die Angst vorm Absturz. Sebastian Ellrich, umworbener Shooting-Star der
Modebranche und in diesem Jahr bereits zum dritten Mal Teilnehmer der Berliner Fashion Week, arbeitete ebenfalls schon für zahlreiche Bühnenproduktionen in Schauspiel und Oper und seit Jahren regelmäßig mit Joan Anton Rechi.
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Info:
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Opernwerkstatt mit Probenbesuch: Dienstag, 9. Oktober, 18.00 Uhr im Theater Duisburg (Eintritt frei)
Aufführungen im Theater Duisburg: Sa 13.10. 19.30 Uhr | Fr 19.10. 19.30 Uhr | Mi 24.10. 19.30
Uhr | Di 30.10. 19.30 Uhr | Sa 03.11. 19.30 Uhr | So 11.11. 15.00 Uhr | Mo 31.12. 19.00 Uhr |
Do 07.02. 19.30 Uhr | Sa 23.03. 19.30 Uhr | So 31.03. 18.30 Uhr | Fr 19.04. 19.30 Uhr |
Fr 26.04. 19.30 Uhr | Fr 10.05. 19.30 Uhr | Fr 17.05. 19.30 Uhr
Tickets und Informationen: Opernshops Düsseldorf und Duisburg, Tel. 0211.89 25 211,
www.operamrhein.de

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