Interview mit Michael Rubinstein: „Ich freue mich über jede Unterstützung“

 

xtranews:Herr Rubinstein, heute hat Oliver Wittke, der Generalsekretär der nordrhein-westfälischen CDU, in einem Gespräch mit der Bildzeitung ihre mögliche Kandidatur für das Amt des Duisburger Oberbürgermeisters ausdrücklich unterstützt. Haben Sie sich darüber gefreut?

Rubinstein:
Herr Wittke bezeichnete mich darin als „einen echten überparteilichen Kandidaten“. Echte Überparteilichkeit setzt jedoch voraus, dass ich über die Parteigrenzen hinweg Unterstützung finde, und nicht nur bei der CDU. Und solange dies nicht feststeht, bin ich auch kein Kandidat, sondern – wie Sie schon richtig sagen – nur ein möglicher Kandidat.

xtranews:Haben Sie sich also nicht über Wittkes Plädoyer für Sie gefreut?

Rubinstein:Doch, selbstverständlich. Ich freue mich über jede Unterstützung. Auch über Unterstützung aus den Reihen der CDU. Ob Herr Wittke jedoch damit seinem vermeintlichen Anliegen, mich als nächsten Duisburger OB haben zu wollen, damit wirklich genützt hat, wird sich noch zeigen müssen. Ich glaube, er hat zunächst einmalmit dieser klaren Positionierungseiner Partei genützt. Das ist natürlich sein gutes Recht als Generalsekretär.


xtranews:Legen Sie denn keinen Wert auf Unterstützung durch die CDU?

Rubinstein:
Ach was!Egal, welche Frau oder welcher Mann in Duisburg OB wird, muss darum bemüht sein, zu allen Parteien im Duisburger Stadtrat ein gutes Verhältnis zu unterhalten. Selbstverständlich auch zur CDU-Fraktion; sie ist immerhin die zweitstärkste im Rat. Und dass sich die Landes-CDU äußert, zeugt ja davon, wie stark auch das überregionale Interesse an den Entwicklungen in unserer Stadt ist.

xtranews:Im Duisburger Stadtrat stellt aber ein rot-rot-grünes Bündnis die Mehrheit …

Rubinstein:
weshalb sich jeder OB freilich in erster Linie um eine gute Zusammenarbeit mit den Fraktionen der SPD, Grünen und Linken zu bemühen hat. Schließlich ist es Aufgabe der Verwaltung, die Ratsbeschlüsse umzusetzen. Das Neben- und teilweise auch Gegeneinander von Rat und Verwaltung muss ein Ende haben! Auch dies wäre ein Stück „Neuanfang für Duisburg“.

xtranews:Wäre die rot-rot-grüne Kooperationsvereinbarung für Sie als OB eine geeignete Arbeitsgrundlage?

Rubinstein:
Ich darf daran erinnern, dass ich nicht der Oberbürgermeister bin. Ich bin noch nicht einmal ein Kandidat. Doch aus dem genannten Grund versteht es sich von selbst, dass das Programm der Ratsmehrheit automatisch auch die Arbeitsgrundlage des Oberbürgermeisters sein muss – egal wer es sein wird. Zumal ich diese Kooperationsvereinbarung wirklich für sehr gut halte. Allein: sie „läuft“ bis 2014, wohingegen der oder die nächste OB bis 2018 im Amt sein wird. 

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