Präsident Ade

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Christian Wulf

Christian Wulf

Darf man es als schade empfinden, dass Christian Wulff von seinem Amt als Bundespräsident zurückgetreten ist? Frau Merkel hat sich für seine Hochachtung dem Amt gegenüber bedankt, also für den Rücktritt! Hat sich mit ihr nicht die mächtigste Fürsprecherin des Herrn Wulff  zurückgezogen – wenn auch kaum merklich?

Es als schade zu empfinden, fällt gar nicht so schwer: Das Deutsche Volk verliert mit Christian Wulff einen Präsidenten, noch bevor es richtig bunt geworden ist, rosenmontaglich und rhetorisch engagiert! Zweifellos hätte er viele Widmungen und Zurufe erhalten, ebenso Angebote, mitzuschunkeln, unter Freunden und Konsorten, und endlich lockerer zu werden, in Schultern und Hüften: “Komm Junge, seh das doch nicht so neurotisch eng!” War es nicht taktlos von der Staatsanwaltschaft Hannover, allen, und vor allen den Freunden und Konsorten, eine ersprießliche Freude zu verderben?

Info:
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Übrig bleibt eine Privatperson, ein Häufchen Elend, dem niemand mehr vertraut. Als Karnevalspräsident hätte er indessen eine prächtige Figur abgeben können, mit etwas Stilberatung durch seine Frau. Nun ließe sich fragen, ob der Ex-Präsident die von den Jecken bereits geschriebenen Redebeiträge noch wert ist. Ja schade, käme es nicht einem Nachtreten gleich, das Häufchen spottend anzutasten? Wären Schüppe und weicher Besen nicht die inzwischen angemesseneren Werkzeuge, und die Frage, wo kann ‘das’ hin?

Schade, ja schade.

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Beitrag von auf 17. Februar 2012. Abgelegt unter Headline, Meinung, Politik. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Kommentare und Pings sind geschlossen.

7 Antworten auf Präsident Ade

  1. Ein Bundespräsident, der Herrn Maschmeyer und Frau Ferres zu seinen engsten Freunden zählt, ist per se nicht tragbar. Das hätte Mme. Merkel ins Kalkül ziehen müssen. Ansonsten waren ja Krischan und seine Betty ein ansehnliches Paar, mehr aber auch nicht. Auf WDR5 gab es soeben einen netten Kandidatenvorschlag: Adolf Sauerland, weil mit dessen Kandidatur ein Rücktritt aus Bellewulff garantiert nicht stattfinden würde.

    Bandelier
    17. Februar 2012 auf 18:38

  2. Habe Wolfgang Thierse und Rita Süssmuth in den Ring geworfen.
    Fürchte , hört und sieht keiner hin.
    Schade.
    Haben beide schon einiges hinter sich , auch Affären.
    Frau Süssmuth ist in meinen Augen die Richtige.
    Klug, bedächtig und sie kann, man höre und staune ZUHÖREN.
    Entschleunigt und langsam machte sie gute AIDS-Arbeit und Frauenpolitik.
    Solche Menschen sind heute nicht mehr gefragt. Muß alles schnell gehen.
    Schnellschüsse, die dann in den Ofen gehen, siehe Wulf.
    Darf Fr. Merkel die LINKEN aus dem Findungsprozess ausklammern?
    Das ist doch eine gewählte Partei. Wieso wird sie nicht zu den Gesprächen geladen? Ist das rechtens? Ist das Demokratie?
    Wieso nehmen das alle hin? Oder wollen die Linken nicht?

    Katharina
    19. Februar 2012 auf 08:46

    • In der Politik kann man sich die Gesprächspartner aussuchen. Die Entscheidungen hängen von den Machtverhältnissen, den politischen Präferenzen – und von der Außenwirkung ab. Da der Bundespräsident vom Bundestag gewählt wird, sind die dortigen Machtverhältnisse entscheidend. Die realpolitische Relevanz der Linken ist im Bundestag eher gering, eine politische Schnittmengen mit der Regierungskoalition ist kaum zu erkennen – und vor der Außenwirkung ihrer Entscheidung hat Merkel offenbar keine Angst.
      Für das Amt Leute ins Gespräch zu bringen, ohne zuvor mit ihnen gesprochen zu haben, kann sich als äußerst schwierig erweisen: Dies ist aktuell an den Absagen zu sehen. Die Suche mutiert fast zu: ‘Wer hat noch nicht, wer will noch mal’. Dann kann man eine Neubesetzung auch ganz lassen ;-)

      Reinhard Matern
      19. Februar 2012 auf 09:49

      • Auch wenn die Relevanz der Linken gering ist, der neue BP soll das GANZE VOLK vertreten, auch die Linke Achse.
        Sie kann doch die Partei und deren Wähler nicht einfach ignorieren.
        Nur weil Merkel die Macht hat, braucht sie sich nicht so verhalten.
        Sie hat einen Fehler gemacht. Sie hat Köhler nicht gehalten.
        Warum, weiß ich nicht, aber es war falsch. Jetzt zahlt sie den Preis.
        Jetzt macht sie den 2.Fehler, eine gewählte Partei auszugrenzen.
        Wie dumm ist das eigentlich von einer intelligenten Frau. MACHT !
        Sicher muß man die Leute fragen, die man vorschlägt, aber ich fürchte, keiner denkt an Frau Süssmuth. Deswegen beharre ich auf den Namen. Für mich ist sie die Richtige. Smiley

        Katharina
        19. Februar 2012 auf 12:41

  3. Bandelier

    Habe gestern in der SZ gelesen, dieser Filmfritze, mit dem Wulf befreundet ist und der eine Bürgschaft vom Land Niedersachsen bekommen hat, ist kein unbeschriebenes Blatt. Pleiten, Pech und Pannen. Ich will es nicht deutlicher schreiben, aber nicht ohne der Mann

    Katharina
    19. Februar 2012 auf 08:55

  4. Hallo, Katharina, erst mal einen schönen Sonntag nach Duisburg.

    Die “Freunde”, mit denen Wulff sich umgab, gehören der Geldelite an, die sich naturgemäss oft nicht durch besondere Moral aufzeichnet. Und dennoch hat es funktioniert, weil wir inzwischen so weit sind, dass nicht mehr hingesehen wird.

    Im übrigen halte ich es für einen Skandal, dass die Madonna aus der Uckermark die Linke nicht ansprechen will. Das sind immerhin 5 Mio. Wähler, denen sie damit bestätigt, dass sie sie nicht wahrnimmt. In ihrer alten Heimat Ostdeutschland ist die Linke gar eine Volkspartei mit ca. 20%. Diese Frau hat nicht nur von dem Dicken gelernt, sie übertrifft ihn bei weitem.

    Bandelier
    19. Februar 2012 auf 11:28

    • Hallo Bandelier,
      ja, darf sie das denn, eine zugelassene + gewählte Partei ausgrenzen?
      Gibt es da keine Richtlinien, Gesetze?
      Wie demokratisch ist das denn?

      oben sollte es heißen: aber nicht ohne, der Mann.

      Katharina
      19. Februar 2012 auf 12:28