Das Wunder von Hochfeld

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Mein wutbürgerlicher Nachbar, der Stadtsoziologe Dr. Michael Willhardt aus Duisburg-Hochfeld, ist immer noch aufgebracht über die aus seiner Sicht mangelnden Aktivitäten der Kommune – um die Zuwanderung der fremden Armen zu kompensieren.

In der Heimat Hochfeld beim Roten: Willhardt (links) mit Kunsthistoriker Roland Günter. Foto: Icke

Vor der Heimat Hochfeld beim Roten: Willhardt (links) mit Kunsthistoriker Roland Günter. Foto: Meiser

Gerade eben haute er diese Zornesepistel adressiert an den NRW-Innenminister raus, Ralf Jäger ist auch Duisburgs SPD-Chef.

Sehr geehrter Herr Innenminister,

es ist einige Monate her, da haben wir uns am 20. Juli 2011 mit unserem offenen Schreiben “Notruf aus Hochfeld” an den Beigeordneten der Stadt Duisburg Herrn Janssen gewandt, um über die Problematik der in der letzten Zeit zu uns gekommenen Gäste zu berichten.

Nun konnte uns zwar bis heute die Stadt Duisburg nicht offiziell auf unser Schreiben antworten – wofür wir Verständnis haben bei der in dieser Stadt nicht enden wollenden Führungskrise – und doch scheint einiges in Bewegung gekommen zu sein, das auch und besonders für Ihr Ministerium und für Ihre Zuständigkeiten interessant sein kann. Und am Rande ist es ja auch ein Bericht aus Ihrem Wahlkreis. Wir erlauben uns einen pointierten Vortrag.

Wie durch ein Wunder konnte man in den Monaten nach unserem Sendschreiben einen Integrationsprozess beobachten, der als einmalig zu bezeichnen ist. Durch das Zusammenwirken aller Beteiligten wurden pragmatische Lösungen gefunden und die Integration von ca. 2.500 Roma aus Bulgarien kann als erfolgreich abgeschlossen gelten.

Wir nennen das: Das Wunder von Hochfeld.

Laut dem Duisburger Amt für Statistik haben sich seit der Änderung des entsprechenden europäischen Gesetzes ca. 1.250 Menschen aus einer Stadt Südosteuropas in Duisburg angemeldet. Nach aller Erfahrung ist es nicht unrealistisch, wenn noch einmal genauso viele Menschen aus dieser Region derzeit zur Probe in Hochfeld wohnen, um zu schauen, ob sie sich hier ansiedeln möchten.

Allen Beteiligten ist zu bescheinigen, das sie ihr Möglichstes geleistet haben, um die Integration unserer neuen Mitbürger zum Abschluss zu bringen. Wir möchten einige Aspekte dieser beachtlichen Leistung mit großer Bewunderung näher betrachten.

Engagierte Vermieter

An sich ist der Leerstand in Hochfeld mit seinen ca. 16.000 Einwohnern nicht überproportional hoch und umso mehr ist es eine beachtliche Leistung seitens der privaten Wohnungsvermieter, ca. 2.500 Zuwanderer in kürzester Zeit und völlig unbürokratisch unterzubringen. Da eine Reihe der Vermieter selbst einen Migrationshintergrund haben, zeigen sie besonderes Verständnis für die Gäste. Aber auch eine Reihe deutschstämmiger Vermieter haben hier Engagement bewiesen. Um den Bedarf an Unterkünften zu decken, wurden keine Mühen gescheut und auch kleine Wohnungen wurden mit 10, ja zwanzig Matratzen ausgestattet, um damit die größte Not der Neuankömmlinge zu lindern. Um den ankommenden Gästen mit geringen Sprachkenntnissen und einer noch geringeren Erfahrungstiefe in den hier üblichen oft sehr bürokratischen Verfahren und Verträgen entgegen zu kommen, haben sich viele Vermieter bereit gefunden, auf schriftliche Vereinbarungen aller Art zu verzichten und bei den Übernachtungsgästen bescheidene 10-15 € je Matratze täglich, oft sogar persönlich, zu kassieren.

Es wird allgemein davon ausgegangen, dass hier in Zukunft der Bedarf noch weiter wachsen wird und man kann vielfach Bemühungen erkennen, dass neben dem Erwerb preisgünstiger, geeigneter Immobilien, jetzt auch Garagen, Keller und Gaststätten mit Matratzenlagern ausgestattet werden.

Schulpflicht

Im Rahmen ihrer umfangreichen Bemühungen entwickelt die Stadt Duisburg in ihren Gremien Maßnahmenkataloge, wie man den Neubürgern die Lasten im fremden Land so weit als möglich abnehmen kann. Auch hier hat man sehr praktische und pragmatische Lösungen gefunden: Sollte der hier herrschenden Schulpflicht nicht nachgekommen werden, so verzichtet man auf die Verfolgung oder Durchsetzung. Diese unbürokratische Lösung kommt auch der Stadt entgegen, die zur Umsetzung von Maßnahmen welcher Art auch immer kein Geld hat, wie Beigeordneter Janssen nicht müde wird zu betonen. Auch damit hat man einen erheblichen Beitrag zur Integration geleistet, weil so einerseits keine zusätzlichen Kapazitäten in Schulen geschaffen werden müssen und auch die der Schulpflicht nachkommenden Mitschüler und Lehrer können sich besser auf den Unterricht konzentrieren.

Unternehmen helfen unseren neuen Mitbürgern

Die Integration konnte Dank der Ausweitung der Freihandelszone Hochfeld sehr beschleunigt werden und kleine und große Unternehmen aus Duisburg und dem Umland machen regen Gebrauch von ihrer Verantwortung und Pflicht als Gastgeber. An vielen Stellen in Hochfeld kann man beobachten, wie unsere Gäste aus Südosteuropa täglich in kleinen Gruppen mit Fahrzeugen, mit und ohne Firmenaufschrift, zur Arbeit abgeholt werden. Der Mindestlohn wird dann vielfach über Mittelsmänner ausgezahlt, die sich rührend um das Wohl ihrer Landsleute kümmern.

Zoll und Polizei, die ebenfalls unter massiven Personalengpässen leiden, tolerieren die Versorgung der neuen Bevölkerung großzügig und unbürokratisch.

Die Integration ist in Hochfeld trotz der Kürze der Zeit so weit fortgeschritten, dass die Polizei berichtet, dass hier lediglich Ordnungswidrigkeiten durch Falschparker vorkommen.

Erweiterung der Angebotspalette in klassischen Gewerbezweigen

Die Menschen, die sich in Europa nun frei bewegen können, machen von ihren, wenn auch noch eingeschränkten Möglichkeiten der eigenverantwortlichen Tätigkeit regen Gebrauch. Im ältesten Gewerbe der Welt, das in Duisburg Dank der weitsichtigen Planung eines früheren Dezernenten Dressler zum größten Gewerbegebiet seiner Art in Europa gehört, finden aus der Gruppe der Neuankömmlinge neue und engagierte Mitarbeiterinnen und deren Agenten ein attraktives Betätigungsfeld. Der Bedarf ist groß, zumal ganz aktuell Brachen oder branchenfremd genutzte Gebäude zusätzlich entwickelt werden. Duisburgs Rotlichtmilieu ist – passend zum größten Binnenhafen der Welt – das bettenreichste in Europa. Besonders junge und attraktive Zuwanderinnen aus Südosteuropa werden nicht müde und von der Chance ergriffen. Sie melden sich in großer Zahl als gewerbliche Prostituierte beim Amt an. In der jüngsten Zeit haben etwa 130 Unternehmerinnen die Möglichkeiten genutzt, die ihnen der Gesetzgeber ohne große Auflagen bietet. Oft ernähren sie mit ihrer Tätigkeit Männer und Kinder und tragen damit zur Emanzipation bei. Zusätzlich ist davon auszugehen, dass es neben den Professionellen noch eine Vielzahl von Praktikantinnen gibt, die sich auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereiten lassen.

Dank des Wunders von Hochfeld konnte es gelingen, das Spektrum der Dienstleistungen im Milieu nach unten abzurunden um so auch dem wenig betuchten Bürger Dienste anbieten zu können. Wie aus zuverlässiger Quelle berichtet, können Interessenten jetzt bereits ab einem Einstiegspreis von 5 € Erleichterung finden.

Erweiterung der Logistiksparte

Zwischen der Heimat unserer Gäste aus Südosteuropa und Hochfeld haben sich längst vielfältige Transport- und Reiserouten für Menschen wie Güter entwickelt, die den Hunger der modernen Gesellschaft stillen. Gewünschte Kontingente von Mitarbeitern werden nahezu selbstlos vermittelt. Und auch Stauräume werden für Beifrachten genutzt, um Leerfahrten zu verringern und somit die CO2-Bilanz zu verbessern. So können Menschen im ganzen nördlichen Europa mit den unterschiedlichsten kostbaren Stoffen versorgt werden. Dank der Kooperationsbereitschaft und Rücksicht der Polizei, die die Gäste nicht verschrecken möchte und sich deshalb deeskalierend verhält, kann sich die Transportsparte ohne große Risiken für die verantwortungsbewussten Projektpaten entwickeln.

Verständnisvolle Gäste

Auch unsere Gäste aus Südosteuropa haben enorme Anpassungsleistungen vollbracht und sich binnen weniger Monate vollständig an die, zunächst für sie fremden, Lebensgewohnheiten in unserem Land angepasst. Traf man sie noch vor Wochen in großer Zahl und den heimatlichen Gewohnheiten folgend lautstark und bis spät in die Nacht auf unseren Plätzen, so haben sie sich schnell mit dem hiesigen Bedürfnis nach Ruhe und Zurückgezogenheit anfreunden können und sie leben unauffällig in der Nachbarschaft.Folklore

Auch für das gelegentlich in diesem Stadtteil bemängelte Müllproblem und seine Ausweitung durch die erhöhte Bevölkerungszahl konnte durch eine veränderte Sichtweise eine verblüffend einfache Lösung gefunden werden. Diese Sichtweise ist einem ortsansässigen Kenner des Stadtteils zu verdanken, der in den Medien berichtet, dass Müll, seit er denken kann, zur Hochfelder Folklore gehört – und die sei eben jetzt noch etwas bunter geworden.

Fazit

Und überhaupt, dazu fordern ehemalige Dezernenten und auch der Leiter der lokalen Arbeiterwohlfahrt auf: Wem diese ganze Folklore nicht gefällt – der kann ja weg ziehen.

 

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Beitrag von auf 29. November 2011. Abgelegt unter Allgemein, Duisburg, Featured, Musik, Verbraucher. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

27 Antworten auf Das Wunder von Hochfeld

  1. Jahrelang haben sich viele Hochfelder mit viel Engagement für ihren Stadtteil eingesetzt.
    Habe schon mal geschrieben: Jetzt ist alles für die Katz.
    Die Lösungen müssen auch in Brüssel gesucht werden. Die Gelder aus der EU-Kasse die nach Bulgarien und Rumänien zur Unterstützung der Roma fließen und dort versickern, gehören in unsere Stadtkassen. Wenn man überhaupt der Meinung ist, dass hier ein längeres Aufenthaltsrecht besteht.
    Man müsste die Kleingewerbler überprüfen. Müssen die keine Steuererklärungen abgeben. Daran könnte man erkennen, ob das erarbeitete zum Lebensunterhalt reicht. Aufstockungen dürfte es nach der derzeitigen Gesetzeslage eigentlich nicht geben.
    Müssen wir einfach zusehen, wie ein Stadteil den Bach runtergeht. 4.000 Personen sind eine Kleinstadt. Bei weiteren Integrationshilfen (die aus menschlicher Sicht erwünscht sind), kommen nächstes 2 Kleinstädte mehr.

    P.S: Super geschrieben, der Brief

    Andere Mimi
    29. November 2011 auf 20:42
    Antworten

  2. klasse satire

    substanzielle aufklärung

    amüsant zu lesen

    da wichst zusammen was zusammen gehört

    duisburg europa tralala

    judas thomas kuhl
    29. November 2011 auf 22:05
    Antworten

    • Kuhl: Realsatire – das mag schon sein.

      Jedenfalls ist der offene Brief an den Duisburger Innenminister wirklich vom Willhardt.

      (:

      Thomas
      29. November 2011 auf 22:09
      Antworten

  3. Kompliment an Herrn Willhardt.
    Es gibt eben doch fähige Menschen in Duisburg

    Axel Krause
    29. November 2011 auf 22:36
    Antworten

  4. Ralf Jäger wird schnell antworten (lassen). In seinem Auftrag wird Herr Guido van den Berg (Ministerbüro MIK NRW) die Entwicklung bedauern und schreiben, dass das MIK nicht in kommunale Angelegenheiten eingreife. Subsidiarität und so …

    Dann könnte man eine Dienstaufsichtbeschwerde wegen Untätigkeit des verantwortlichen Beamten der Stadtverwaltung abschicken. Darüber gilt in Duisburg das Bomot “formlos, fristlos, fruchtlos.

    Also dann gleich eine Fachaufsichtsbeschwerde an die Regierungspräsidentin Düsseldorf. Einfach mal testen !!!

    Oder in einer Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung nach den einzelnen Stationen des Dienstwegs fragen, wie der Dezernent Janssen den Brief weitergereicht hat.

    Zudem kann auch eine Sachstandsanfrage gemacht werden – einfach an den OB Stadt Duisburg richten, mit einer Frist von vierzehn Tagen zur Beantwortung. Das ist Körperverletzung, weil man damit rechnen muss, die Duisburger Beamten lachen sich kaputt.

    Eine Antwort auf eine Sachstandsanfrage wird niemals in der Frist von der Stadtverwaltung erteilt. Am 15 Tag hat man einen guten Grund anzurufen, murmelt etwas von rechtlichen Mittel und wird dann zügig zu einem halbwegs hohen Tier durchgestellt. “Und, wann genau erhalten wir jetzt eine Antwort oder den Sachstandsbericht?”

    Bei dem Sachstandsbericht geht´s gar nicht so sehr um die Sache, sondern die Untätigkeit der Stadtverwaltung Duisburg. Wenn nach 14 Tagen nichts eintrifft, freut sich jeder Jurist auf diesen Fall.

    Versand durch eMail oder Brief/Fax sowie nachgängig durch Boten in den Briefkasten des Rathauses oder Bezirksamtes.

    LOS LEUTE, ÜBEN oder RENNEN. (Der) Weg ist das Ziel.

    Jakobswege
    30. November 2011 auf 22:07
    Antworten

    • > Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung

      Wer eine Einwohnrefrage an den Bezirksbürgermeisteer richtet, löst damit automatisch eine Einwohnerfragestunde aus. Vorsichtshalber noch ein paar nachlegen, damit der Bedarf deutlich wird.

      Nach ein paar Monaten gibt es dann die Antworten in der Bezirksvertreterversammlung*). (Bei etwa jeder vierten Antwort: “Ähh, dazu liegen der Fachverwaltung keine Kenntnisse vor.” Womit in 25 Prozent Ignoranz der Stadtverwaltung nachgewiesen wären. Das wäre dann doch eine eindeutige Erkenntnis.

      *) Wer Glück hat, wird dazu schriftlich eingeladen und erhält einen Stuhl in der holden Runde angeboten. Im Bezirksratssaal Homberg kann man sich auf dieTreppenstufen des Sitzungssaals setzen, muss sich aber dazu der ausdrücklichen Aufforderung “Die rote Linie nicht übertreten!” (Bezirksvorsteher Paschmann) widersetzen.

      Jakobswege
      30. November 2011 auf 22:19
      Antworten

      • Beispiel für eine Einwohnerfragestunde im Ratsinformationssystem, Sitzung im Bezirk Homberg Ruhrort Baerl am 15.09.2011, TOP 2, Seite 11 bis 20.

        siehe „Niederschrift öffentlich“ (oben rechts PDF 718 KB)

        https://www.duisburg.de/ratsinformationssystem/bi/to0040.php?__ksinr=20050323

        Das ist erst einmal als Beispiel geeignet zum Mit- oder Nachmachen. Die Bezirksvertreter essen während der Einwohnerfragestunde Kuchen und trinken Kaffee, weil immer eineR Geburtstag hat.

        Die Qualität der Antworten auf die Einwohnerfragen entspricht dem für Duisburg bekannten Maß. Ich freu mich, dass damit ein offizielles Dokument geschaffen wurde, das Historiker in 50 Jahren als dieses unser real-existierendes System deuten werden: „Echt VOLL-P-R-O-L-L (Projektion-Ruhrgebiet-Ohne-Langfristige-Lösung)“.

        Jakobswege
        30. November 2011 auf 22:54
        Antworten

        • Übrigens. Wenn in der Niederschrift der Bezirksvertretung etwas von seinem Schreiben zur Einwohnerfragestunde fehlt, dann ist das ein gutes Zeichen. Hier hat man einen wunden Punkt getroffen, der für Politik und Stadtverwaltung Duisburg unangenehm ist und eben mal locker unterschlagen wird.

          Jakobswege
          30. November 2011 auf 23:02
          Antworten

  5. Ich bezieh mich auf die Nachricht bei XTRANEWS – http://www.xtranews.de/2011/11/29/das-wunder-von-hochfeld/

    > Sehr geehrter Herr Innenminister,
    > es ist einige Monate her, da haben wir uns am
    > 20. Juli 2011 mit unserem offenen Schreiben
    > “Notruf aus Hochfeld” an den Beigeordneten
    > der Stadt Duisburg Herrn Janssen gewandt

    In einem Kommentar hatte ich dort angeregt, in einer Einwohnerfragestunde bei der Bezirksvertretung sich den Dienstweg des Schreibens an den Dezernent Karl Janssen schildern zu lassen, wie das Schreiben in der Stadtverwaltung bearbeitet wird. XTRANEWS hat bisher diesen Kommentar nicht freigegeben.

    Mein Kommentar war deutlich vom Schimpfen geprägt. Schimpfen betrachte ich als Kern des Bürgermuts, also der Civilcourage, wenn sonst gar nichts mehr hilft. PROTEST

    Aber Vorsicht: Mut birgt die Gefahr persönlicher Kosten. Manchen Preisen stimmen gewisse rosa-verfeinstaubte Blogs nicht zu. Es herrscht der Reviergeist einer Parteihochburg.

    Im „Herbst 2011“ gibt es die Statistik des durchschnittlichen Jahresnettoeinkommens in den Duisburger Stadtteilen je Steuerfall. Wer sich für die Entwicklung ab 1999 interessiert, kann über Xtranews und Herrn Kuhl die Daten erhalten. Oder diese bei Statistikamt der Stadt Duisburg mit dem üblichen Theater, wenn es um Informationsfreiheit (IFG NRW) geht, anfordern.

    Das durchschnittliche Jahresnettoeinkommen in den Duisburger Stadtteilen je Steuerfall zeigt das jahrelange Versagen der Politik und Stadtverwaltung Duisburg: Griechische Verhältnisse.

    Mein Kommentar bei ‘{29.11.2011, “Das Wunder von Hochfeld”}, Blog Notruf.Zukunftsstadtteil Hochfeld http://www.notruf.zukunftsstadtteil.de/?p=127#comment-33

    Jakobswege
    1. Dezember 2011 auf 23:33
    Antworten

  6. Kann sich die Geschichte von 1992 wiederholen?

    Im August 1992 kam es zu tagelangen
    gewalttätigen Protesten und Krawallen
    gegen Asylanten in Rostock-Lichtenhagen
    weil die Verantwortlichen versagt hatten!
    Wieso schickt man die rumänischen oder
    bulgarischen Staatsbürger nach Hochfeld wo
    die Menschen auch nicht viel haben, anstatt
    ihnen diese Möglichkeit z.B. in Stuttgart oder
    München anzubieten wo die Bürger über ein
    besseres Lebensumfeld und mehr Geld zur
    Hilfe verfügen?
    Aber an erster Stelle müssten die Politiker in
    Rumänien und Bulgarien gefordert sein, ihre
    eigenen Bürger besser zu unterstützen und
    unsere Regierung müsste auf diese Länder
    mehr Druck ausüben damit es diesen
    Menschen in ihrem Land besser geht und
    sich deren Probleme nicht nach uns verlagern.
    1992 sollte noch in Erinnerung sein wo die
    Verantwortlichen in Rostock-Lichtenhagen
    versagten!

    Adnex
    2. Dezember 2011 auf 11:18
    Antworten

    • SIE WIRD SICH WIEDERHOLEN

      weil die cdu es will

      die schaffung von ghettos ist traditionelle strategie von nazis gegen juden und von ihrer wiedergängerpartei

      lies dazu bitte meine kolumne: der nazi in mir – hier bei xn

      wir müssen uns gegen vieles wehren in du

      zuerst muß der adolf weg

      dann sehn wir weiter

      judas thomas kuhl
      2. Dezember 2011 auf 16:06
      Antworten

  7. Kuhl: Proll’ nich’ ‘rum.

    Da wird sich nix wiederholen.

    Jedoch wird das Hochfelddingens schwierig werden, die Wutbürger werden zu verstehen haben, daß sie sich nur auf sich selbst verlassen können — und die Hand auszustrecken haben zur Restnachbarschaft.

    Jedenfalls werden die lokalen Wutbürger erst mal entäuscht sein: Sie werden zu lernen haben, daß das “Integrale Handlungskonzept” i. S. Hochfeld, verfertigt von der Stadtverwaltung, zum Beschluß anberaumt auf der Dezember-Stadtratssitzung nur heiße Luft ist.

    Bzw.: Symbolische Politik.

    Thomas
    2. Dezember 2011 auf 18:41
    Antworten

    • meiser: erst denken dann prollen

      das kannst du garnicht ausschließen daß irgendwelche idioten losmarschieren

      ihr habt eben nicht die hoheit in hocheld

      und daß adnex besorgt ist müsstest sogar du verstehn

      und symbolische politik versus volkszorn – das war 1992

      wäre ich hochfelder hätte ich dieselben sorgen

      judas thomas kuhl
      2. Dezember 2011 auf 19:26
      Antworten

  8. Es gibt niemand in Duisburg, der die Interessen der Stadt und ihrer Bürger koordiniert. Das Herrschaftregiem der alten Parteihochburg ist nur auf Machterhalt ausgerichtet.

    An neuen Ansätzen der Kooperation scheitert das sog. Referat für Bürgerengagement und Bürgerangelegenheiten und sein Amtsleitung Frau Astrid Juchum. Ihre Anstellung (Arbeit kann man das nicht nennen) ist eine Verhinderung des Mottos WIR in DU – das WIR heißt “zusammen und gemeinsam!”

    Das Bürgerengagement Duisburg ist in der Weicheihaft von der Stadtjuristin Astrig Jochum. Sie hat keine Strategien für Zusammenarbeit, wird behauptet. Das hat ein Selbstbekenntnis auf eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz IFG NRW ergeben. Unterschrift Astrid Jochum, Stadt Duisburg

    Jakobswege
    2. Dezember 2011 auf 22:40
    Antworten

    • bürgerbeteiligungsverhinderungsbeauftragte feuern!

      fristlos!

      und ihren adolf sowieso!

      judasthomaskuhl
      3. Dezember 2011 auf 16:26
      Antworten

  9. Jakobswege

    Ich war auf der Sitzung der Wahlprüfungskommission in Sachen Unterschriftenlisten der BI wegen der “Abwahlinitiative”.
    Da kannste Sachen spannen, die machen blind.

    Axel Krause
    3. Dezember 2011 auf 22:20
    Antworten

    • Immer mehr wird in der Stadt Duisburg zur „freiwilligen Leistung“ erklärt.
      Bei so manchen Ereignissen entsteht der Eindruck, Gerechtigkeit und administrativer Anstand würden auch in diesen Bereich eingeordnet.

      Liebe Leute lest das Grundgesetz, Artikel 11: http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_11.html
      (1) Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.

      In Absatz (2) kann das eingeschränkt werden. Vielleicht wendet sich eines Tages der Rest der Nation gegen uns und „will keine freilaufenden ‘Prolls’ einreisen lassen“, so wie Deutschland auf das Ruhrgebiet blickt und zu dem uns Politik und Verwaltung in Duisburg gemacht haben.

      Duisburg ist in Weicheihaft. Mit freundlichem Stadt Duisburg Deutschland Gruß „Hafen Wasser Stahl“ (so Kulturdezernent Karl Janssen / CDU Duisburg).

      HWS Duisburg, ich hab Hals. (Der) Weg ist das Ziel !

      Jakobswege
      5. Dezember 2011 auf 19:09
      Antworten

  10. @Thomas
    „Kuhl: Proll’ nich’ ‘rum.
    Da wird sich nix wiederholen“

    Genau darum geht es sich, daß
    sich die Geschichte nicht
    wiederholt!

    Egal in welcher Form!!!

    Adnex
    3. Dezember 2011 auf 23:46
    Antworten

  11. Frau Leyla Özmal hat sie alle durch. Vom Stadtdirektor a.D. Jürgen C. Brandt bis demnächst OB Adolf Sauerland. Es ist nur noch eine über ihr: Frau Antje Stein, Geschäftsführerin des Dezernats des Oberbürgermeisters der Stadt Duisburg.

    Ein Kommentar aus

    Rainer Bischoff und Mahmut Özdemir neue Vorsitzende des AK Sport der Duisburger SPD! »

    http://www.xtranews.de/2011/12/01/rainer-bischoff-und-mahmut-ozdemir-neue-vorsitzende-des-ak-sport-der-duisburger-spd/comment-page-1/#comment-11369

    Quote: Das Referat für Integration Duisburg mit seiner
    Quote: Leiterin Leyla Özmal vermag sich nicht an die
    Quote: Entwicklung in Duisburg anzupassen.
    Quote: Wer integriert Leyla Özmal (GRÜNE Duisburg)?

    Seit zwanzig Jahren ist Leyla Özmal für ihre engagierte Arbeit in der Integration Duisburg bekannt – von kleinauf karrierebewusst. So hat sie das Referat für Integration Duisburg und ihre Mitarbeiter geprägt. Am Ergebnis wird sie gemessen! Sie ist für die aktuelle Entwicklung von Duisburg verantwortlich: Stadtteil Hochfeld. Echt voll Proll, was da abgeht.

    Leyla Özmal, Referat für Integration Duisburg, muss ihre vielen politischen Posten außerhalb von Duisburg aufgeben, um sich auf die Integration Duisburg zu konzentrieren!

    Hochfeld. „Wir lieben Leyla Özmal!“. Tausende von neuen Stadt-Immigranten können nicht im Unrecht sein!

    - – - – -

    Frau Antje Stein, Geschäftsführerin des Dezernats des Oberbürgermeisters der Stadt Duisburg. Wer an den „Oberbürgermeister p e r s ö n l i c h“ schreibt, erhält von ihr die Antwort und ich habe den Eindruck, ohne dass dem OB die Sache je zur Kenntnis gegeben wurde.
    Griechische Verhältnisse in Duisburg http://www.xtranews.de/2011/12/01/rainer-bischoff-und-mahmut-ozdemir-neue-vorsitzende-des-ak-sport-der-duisburger-spd/comment-page-1/#comment-11368

    Neinzeichen
    5. Dezember 2011 auf 08:37
    Antworten

  12. Hartmut Spiekermann/CDU ist Bezirksbürgermeister von Hochfeld. Keine Unterstützung des politischen Postenjägers erhält der verzweifelte Stadtteil Hochfeld. Hat Spielermann/CDU bei seinem Parteifreund Dezernent Karl Janssen/CDU wegen dessen monatelanger Untätigkeit protestiert? Oder mimt dort eine bezirksvorsteherliche Marionette wie in den anderen Stadtteilen sog. Bürgernähe – als grobe politische Heuchelei?

    Wäre nett, mal was über den Fortgang in Hochfeld zu hören. Thema Nachhaltigkeit in Duisburg

    Jakobswege
    11. Dezember 2011 auf 21:48
    Antworten

  13. Duisburg: Das “Wunder” von Hochfeld. Hallo, lebt Ihr noch? Marxloh, Hamborn, Meiderich, Hochheide, Hochfeld. Wann fällt der nächste Stadtteil in Duisburg?

    http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/nachrichten/das-wunder-von-hochfeld-1.2624532

    Jakobswege
    12. Dezember 2011 auf 20:54
    Antworten

  14. Offener Brief: Wohnsituation der Neuzuwanderer aus Bulgarien und Rumänien in Dortmund
    12. Dez. 2011
    http://www.ruhrbarone.de/offener-brief-wohnsituation-der-neuzuwanderer-aus-bulgarien-und-rumaenien-in-dortmund/

    Jakobswege
    13. Dezember 2011 auf 05:37
    Antworten

  15. Wie ist das Verständnis von Artikel 11 des Grundgesetzes auf den Zukunftsstadtteil Hochfeld anzuwenden?

    http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_11.html

    Artikel 11 – GG

    (1) Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.

    (2) Dieses Recht darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes und nur für die Fälle eingeschränkt werden, in denen eine ausreichende Lebensgrundlage nicht vorhanden ist und der Allgemeinheit daraus besondere Lasten entstehen würden oder in denen es zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes, zur Bekämpfung von Seuchengefahr, Naturkatastrophen oder besonders schweren Unglücksfällen, zum Schutze der Jugend vor Verwahrlosung oder um strafbaren Handlungen vorzubeugen, erforderlich ist.

    - – - – -

    zu 1: Dezernent Karl Janssen Duisburg: „Wem es nicht passt, kann ja gehen!“ Davon machen ziemlich konstant jährlich 18.500 Einwohner Gebrauch – Fortzug von Duisburg.

    zu 2: ???

    Jakobswege
    14. Dezember 2011 auf 09:09
    Antworten

  16. Hallo Thomas & Thomas. Wer führt eigentlich eine Abkackliste von den Brennpunkten und -themen in der Stadt Duisburg – von wegen Nachhaltigkeit in den Duisburger Blogs als bibliographische Fieberkurve des finalen Niedergangs von Zukunftsstadtteilen.

    Das „Konzept für den Stadtteil Hochfeld“ist doch wieder einmal nur eine blande Heuchelei aus dem Rathaus. Üble und hohle politische und administrative Tricks, um nach alt-bekannter P-R-O-L-L-Weise die Bürger zu täuschen.

    In Solingen wird ein Weißer Riese gesprengt. Bei den Weißen Riesen von Hochheide wurde jüngst der Homberger Bezirks- und Stadtverwaltung Duisburg jahrelange Untätigkeit nachgewiesen. Der Redaktionsleiter i-NGO Blazejewski / NRZ Duisburg schweigt.

    Jakobswege
    18. Dezember 2011 auf 21:21
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  17. Pingback: [BLOCKED BY STBV] Duisburg – Sinti und Roma ProblemPressespiegel « Micl hinter den Spiegeln

  18. 100 Tage nach dem letzten Artikel (11. Jan. 2011) gibt es keine Fortschritt im Stadtteil Hochfeld zu berichten. Das ergab eine Google-Suchanfrage: [ hochfeld site:http://derwesten.de ]

    Zuwanderung

    Stadt Duisburg scheint Roma-Problem in Hochfeld nicht in den Griff zu bekommen

    Duisburg.   Im Duisburger Rathaus fehlt ein Koordinator mit Durchsetzungskraft, der sich um die Probleme mit Rumänen und Bulgaren in Hochfeld kümmere. Das werfen die Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Johannes Pflug (SPD) der Stadtspitze vor. In Berlin soll es nun ein Koordinierungstreffen von Städten mit ähnlichen Problemen geben.

    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/stadt-duisburg-scheint-roma-problem-in-hochfeld-nicht-in-den-griff-zu-bekommen-id6234603.html

    Was kann der durchsetzungskräftige Fachbeamte für Koordination Duisburg, der Stadtdirektor Dr. Peter Greulich über Hochfeld berichten? Am 1. Mai ist Adolf Sauerland 50 Tage weg.

    Wie neulich bekannt wurde, dürften die Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Johannes Pflug (SPD Duisburg) über diesen Kommentar froh sein, meinte ein ehrenamtlich tätiger Duisburger Politiker doch: „Die Politik kann nicht immer alles nachhalten und ist für Hinweise aus der Bevölkerung dankbar!“

    Bürgerbeteiligung Duisburg. Dann sagen wir mal: NUN … ! ? :-(
    Das Emoticon anstelle des NEINZEICHEN Duisburg.

    Biodrilling
    29. April 2012 auf 08:44
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