OSC 04 Rheinhausen in der Wikipedia – Lexikon-Eintrag nicht dem Zufall überlassen
Duisburg – Das Internet-Lexikon Wikipedia verdrängt zunehmend die klassischen gedruckten Nachschlagewerke und jeder kann daran mitarbeiten. Doch das darf man nicht missverstehen, wie eine Projektgruppe in der Geschäftsstelle des OSC 04 Rheinhausen am eigenen Leib erfahren hat. „Es ist viel mehr Aufwand, als wir alle zuerst dachten“, sagt beispielsweise Michael Ziwkovic, der in den letzten Monaten zusammen mit Praktikantin Nazli Balci und Stefan Schroers daran gearbeitet hat, das Lemma „OSC 04 Rheinhausen“ im deutschsprachigen Teil der Wikipedia auf Vordermann zu bringen. „Und wir sind noch lange nicht fertig“, ergänzt Nazl Balci. „Wir haben aus den einzelnen Abteilungen und aus dem Archiv noch eine Menge Material, das wir nach und nach ergänzen wollen.“
In der Wikipedia darf zwar jeder schreiben, aber noch lange nicht alles, was er will! Es gelten strenge Regeln um die Qualität der Texte sicherzustellen. Plumpe Eigenwerbung ist tabu. Wikipedia ist ein Lexikon und keine elektronische Pinnwand an die jeder seine Bekanntmachungen heften darf. Daher werden alle Änderungen die an Einträgen gemacht werden von unabhängigen Dritten, sog. “Mentoren”, gegengelesen und freigegeben. „Manche Passagen haben wir mehrmals umschreiben müssen“, erinnert sich Stefan Schroers. „Aber mit der Zeit bekommt man Übung und jetzt klappen die Änderungen fast immer auf Anhieb“.
Technisches Coaching kam von Reinhold Kiebart vom ebenfalls in Rheinhausen beheimateten Panorama Computer Club. Er hat für die Projektgruppe einen Kurs zum Erlernen des Redaktionssystems von Wikipedia vorbereitet und gehalten und bei regelmäßigen Treffen geholfen, z.B. wenn es Probleme z.B. mit der Bildbearbeitungssoftware gab.
Zusammengefunden hatten der OSC 04 Rheinhausen und der Panorama Computer Club im Rahmen der Arbeitsgruppe „Westvereine“, in der sich seit inzwischen mehr als 5 Jahren die Vereine im Duisburger Westen treffen, Informationen austauschen und versuchen sich gegenseitig zu helfen.
Torsten Schlabach vom Panorama Computer Club dazu: „Wir helfen mit unserem Internet-Know-How sehr gerne den anderen Vereinen bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit, nicht nur in Wikipedia sondern auch gerne auf Facebook oder bei der eigenen Website. Dafür sind wir da.“ Wer jetzt allerdings hofft, die Pflege der eigenen Website beim Panorama Computer Club abladen zu können, der wird enttäuscht. Torsten Schlabach weiter: „Wir gehen sehr gerne Hilfe zur Selbsthilfe, beraten bei der Auswahl des richtigen Redaktionssystems und organisieren auch gerne mal einen Workshop. Aber seine Inhalte erarbeiten und pflegen muss dann schon jeder Verein selbst“.
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