Antifaschistische Koordination Duisburg: Neonazi meldet Demonstration durch Duisburg Neudorf an

Duisburg – Wie nun aus Szenekreisen bekannt wurde hat der Krefelder Neonazi Kevin Giuliani für den 18. Juni eine Demonstration vom Duisburger Hauptbahnhof durch Duisburg-Neudorf angemeldet. Thema der Demonstration ist die Forderung nach der Todesstrafe für Sexualstraftäter.

Der Anmelder Kevin Giuliani ist bereits seit über 10 Jahren in der Region als neonazistischer Aktivist aktiv. In der Vergangenheit war er bereits als Anmelder und Redner für extrem Rechte Aufmärsche tätig. Giuliani ist darüber hinaus bereits mehrfach gewalttätig in Erscheinung getreten, u.a. bei einem Angriff auf eine Moerser Moschee in der Neujahrsnacht 1999/2000 und bei dem Angriff von Neonazis auf die Duisburger Montagsdemo am 30.08.2004. Er ist wegen Körperverletzung vorbestraft.

Dazu meint die Sprecherin der Antifaschistischen Koordination Duisburg Jana Wisniewski: “Mit der Demonstration wollen die Neonazis versuchen die Ängste in der Gesellschaft für ihre Zwecke auszunutzen und Sorgen von Eltern für reaktionäre Forderungen zu missbrauchen. Den Neonazis geht es nicht um Schützen, sondern um Strafen. Sie scheren sich nicht um das individuelle Leid der Kinder, sondern allein um deren Nutzen für die Reproduktion der Volksgemeinschaft.”

Aus diesem Anlass ruft ein Bündnis antifaschistischer Gruppen zum Protest gegen den Neonaziaufmarsch auf. Mit der Forderung “Kein Missbrauch der Interessen von Opfern sexueller Gewalt durch Neonazis!” wollen sich AntifaschistInnen den Neonazis in den Weg stellen.

Aktuelle Informationen und mögliche Anlaufpunkte für Proteste können auf der Webseite http://inbewegung.noblogs.org abgerufen werden.

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