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Medien – Zeitungsfusion: ver.di fordert Main-Post zur Rückkehr zum Flächentarif auf

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Beendigung der Leiharbeit und die Rückkehr zu den Flächentarifen für Tageszeitungsjournalisten und Verlagsangestellte bei der Würzburger Zeitung „Main-Post“ anlässlich der Übernahme durch den Verlag Presse-Druck aus Augsburg. Zudem müsse von der Leitung der neuen großen bayerischen Zeitungsgruppe zügig möglichen Befürchtungen über einen fusionsbedingten Arbeitsplatzabbau entgegen getreten werden.
„Diese Fusion von zwei sehr starken Regionalzeitungen macht für die Leserinnen und Leser nur dann Sinn, wenn die bisherige regionale und lokale publizistische Qualität erhalten und gar ausgebaut werden kann. Mit dem Verkauf der bisher zum Holtzbrinck-Medienkonzern gehörenden Main-Post nach Augsburg verbindet sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Chance, Fehlentwicklungen in Würzburg zu korrigieren“, erklärte ver.di-Tarifsekretär Matthias von Fintel.
Von Fintel verweist darauf, dass in Augsburg die Leiharbeit von Redakteurinnen, Redakteuren und Verlagsangestellten beendet werden konnte, und dass bei der „Augsburger Allgemeine“ ausschließlich die Flächentarifverträge angewendet würden. „Nach diesem gleichen Maßstab soll der neue Eigentümer nun auch bei der „Main-Post“ agieren“, fordert von Fintel.
Zum Ende der 20 Jahre dauernden Holtzbrinck-Verantwortung für die Würzburger Verlagsgruppe war die Leiharbeit in Redaktion und Verlag umfassend ausgeweitet worden. Einen Haustarifvertrag für die Main-Post, der im Vergleich zum Flächentarifvertrag schlechtere Bedingungen vorsah, hatte ver.di nicht unterzeichnet – zu Recht, wie von Fintel nun anlässlich des Verkaufs erklärte, da in Augsburg in einem vergleichbaren Verlag die Leiharbeit ohne Eingriffe in die Flächentarife beendet werden konnte.

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Beitrag von auf 22. Dezember 2010. Abgelegt unter Medien. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Kommentare und Pings sind geschlossen.