Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Beendigung der Leiharbeit und die Rückkehr zu den Flächentarifen für Tageszeitungsjournalisten und Verlagsangestellte bei der Würzburger Zeitung „Main-Post“ anlässlich der Übernahme durch den Verlag Presse-Druck aus Augsburg. Zudem müsse von der Leitung der neuen großen bayerischen Zeitungsgruppe zügig möglichen Befürchtungen über einen fusionsbedingten Arbeitsplatzabbau entgegen getreten werden. „Diese Fusion von zwei sehr starken Regionalzeitungen macht für die Leserinnen und Leser nur dann Sinn, wenn die bisherige regionale und lokale publizistische Qualität erhalten und gar ausgebaut werden kann. Mit dem Verkauf der bisher zum Holtzbrinck-Medienkonzern gehörenden Main-Post nach Augsburg verbindet sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Chance, Fehlentwicklungen in Würzburg zu korrigieren“, erklärte ver.di-Tarifsekretär Matthias von Fintel. Von Fintel verweist darauf, dass in Augsburg die Leiharbeit von Redakteurinnen, Redakteuren und Verlagsangestellten beendet werden konnte, und dass bei der „Augsburger Allgemeine“ ausschließlich die Flächentarifverträge angewendet würden. „Nach diesem gleichen Maßstab soll der neue Eigentümer nun auch bei der „Main-Post“ agieren“, fordert von Fintel. Zum Ende der 20 Jahre dauernden Holtzbrinck-Verantwortung für die Würzburger Verlagsgruppe war die Leiharbeit in Redaktion und Verlag umfassend ausgeweitet worden. Einen Haustarifvertrag für die Main-Post, der im Vergleich zum Flächentarifvertrag schlechtere Bedingungen vorsah, hatte ver.di nicht unterzeichnet – zu Recht, wie von Fintel nun anlässlich des Verkaufs erklärte, da in Augsburg in einem vergleichbaren Verlag die Leiharbeit ohne Eingriffe in die Flächentarife beendet werden konnte.
14. September 2010 -- BDZV: Kostenstrukturen müssen gesenkt werden Geändert werden müssen aus Sicht der Arbeitgeberorganisation die tariflichen Rahmenbedingungen für Volontäre und Berufsanfänger, die in den kommenden Jahren in die Redaktionen eintreten. Auf diesem Weg sei es möglich, so Verhandlungsführer Hundhau...
12. Oktober 2010 -- ver.di: Filmproduktionen für ZDF und ARD müssen Tarifstandards einhalten „Die deutschen Auftragsproduzenten müssen bei den für Auftragsproduktionen angestellten Filmschaffenden die Tarif- und Sozialstandards uneingeschränkt einhalten. Immer wieder sind uns Fälle bekannt geworden, in denen das Zeitkonto nicht ge-währt w...
27. Oktober 2010 -- Tageszeitungen: Tarifverhandlungen ohne Ergebnis vertagt „Es ist eine Frage der Wertschätzung für die Arbeit in den Redaktionen – auch vor dem Hintergrund fortschreitender Arbeitsverdichtung in Zeiten von ‚online‘ und ‚Apps‘ für mobile Medien“, erklärte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Wern...
24. Dezember 2010 -- Medien – Mediengesetz in Ungarn: EU-Regierungen müssen sich eindeutig positionieren „Wenn in einem demokratischen Staat mitten in Europa per Gesetz eine staatliche Medienkontrolle geschaffen wird, dürfen die EU-Staaten dazu nicht schweigen. Dieses Gesetz ist ein nicht hinnehmbarer Angriff auf die Pressefreiheit in Europa“, erklär...
12. Oktober 2010 -- DGB-Gewerkschaften: Ja zu einer Reform der Rundfunkgebühren Nach Ansicht der Gewerkschaften ist vielmehr sicherzustellen, dass auch ein neues Gebührenmodell den Anstalten finanzielle Sicherheit verschafft. Sie könnten ihrem Auftrag nur nachkommen, wenn die Gebührenreform aufkommensneutral erfolge.
Zudem be...
24. Mai 2010 -- Köln macht Weg für Karstadt frei; ver.di präferiert Highstreet Die Chancen auf eine Rettung der Warenhauskette steigen. Die Stadt Köln erklärte am Montag als letzte Stadt mit einem Karstadt-Standort einen Verzicht auf Gewerbesteuereinnahmen und machte damit endgültig den Weg für den Insolvenzplan zur Sanie...
16. Dezember 2010 -- 3.300 Streikende bei der AWO in NRW Image via Wikipedia In Nordrhein-Westfalen sind heute viele AWO-Kindertagesstätten geschlossen geblieben. Die Versorgung in den meisten Seniorenzentren und Behinderteneinrichtungen lief nur „auf Sparflamme“ wie an Wochenenden. 3.300 Beschäft...
14. Oktober 2010 -- Journalismus im Wandel – Die Gretchenfrage Öffentlichkeit und Demokratie Schafft die Demokratie ausreichend Öffentlichkeit? Darüber diskutierten Anfang Oktober bei einer Tagung in Berlin 600 Teilnehmer, die in und für Medien arbeiten, in Initiativen, Verbänden, Gewerkschaften und Protestbewegungen aktiv sind. Unter die...