Günter Blocks (Linke NRW) pocht auf Pressekodex
Er gilt vielen als Apparatschik seiner Partei, Günter Blocks der Landesgeschäftsführer der NRW-Linken.
Nun gibt er nur noch Antworten auf einfache Pressefragen gegen Vorlage eines gültigen Presseausweises. Ausserdem erwartet der scheinbar wahrheitsverliebte Blocks eine Ehrenerklärung des Fragenden in form dessen, dass er sich ausdrücklich hinter den Pressekodex des Deutschen Presserates stellt. Das selektive Verhalten zur Presse dieses linken Landesverbandes ist hinlänglich bekannt.
Schon merkwürdig, dieser Herr Blocks. Er, der auch mal gern Wahrheiten bewusst verdreht und dies als gezieltes Mittel gegen missliebige Mitmenschen einsetzt, erwartet von der anderen Seite eine Ehrenerklärung um ein oder zwei simple Fragen zu beantworten. Allerdings sind er und seine Partei nicht so wichtig, als das die Fragen ein drittes Mal gestellt werden müssten. Seine bisherige Stellungnahme spricht für sich. NRW hat andere Probleme als die Befindlichkeiten einiger linker Genossen.
So schrieb er in einer Mail an unsere Redaktion als Antwort auf die gestellten Fragen:
Sehr geehrter Herr Obens,
meine bisherigen Erfahrungen mit Ihren Veröffentlichungen über DIE LINKE haben den Eindruck verfestigt, dass Sie mit journalistischer Sorgfaltspflicht und der Achtung vor der Wahrheit noch weitaus “freizügiger” hantieren als BILD-Redakteure. Dennoch bin ich selbstverständlich gerne bereit, Ihre Fragen zu beantworten, sofern Sie und die verantwortlichen Redakteure der Medien, für die Sie schreiben, vorab schriftlich erklären, dass Sie künftig den Pressekodex des Deutschen Presserats http://www.presserat.info/fileadmin/download/Synopse.pdf einzuhalten beabsichtigen.
Mit freundlichen Grüßen Günter Blocks
Flankierend unterstütze ihn die von ihm selbst gescholtene Duisburger Linke Edith Fröse (in Wort und Schriftbild ist ihre Mail der Block’schen Mail auffällig ähnlich!) und echauffierte sich am Ende “ihrer” Mail soweit, “sich die Beschwerde beim Presserat ausdrücklich vor zu behalten”.
Was war geschehen, das beide so empfindsam reagieren? Blocks nannte in einer Mail an ein Klever Mitglied der dortigen Linkspartei seine Genossin Fröse als jemande “die andere stets wegbeisst”. Er muss es ja wissen. Beide Linke noch einmal mit dieser Aussage konfrontiert, brachte dann die bekannte Antwort in einer Art von symbiotischem Schulterschluss der beiden.
Nun schreibt Herr Blocks viele Mails am Tage. Eine davon gibt es hier zu lesen:
Günter Blocks schrieb am 15.8.2010 ohne Not an ein NRW- Linke-Mitglied folgende Email:
From: guenter.blocks@web.de [3] Sent: Sunday, August 15, 2010 7:58
PM To: xxx Cc: claudia.gohde@die-linke.de [4] Subject:
Re: Wenn Linke Linke linken » Beitrag » xtranews Nachrichten Lieber
XXX, Detlef Obens ist seinem Ausschluss aus der Partei durch
Austritt zuvorgekommen. Zwischenzeitlich hat sich auch die SPD des
Kreises Warendorf mehrfach geweigert, ihn in ihren Reihen aufzunehmen.
Detlef Obens gehört zu den Mitherausgebern der parteifeindlichen
Website “demokratisch links”. Was willst Du also belegen mit solchen
Aussagen eines notorischen Querulanten? Gruß Günter
In nur 4 Sätzen schreibt Herr Blocks gleich drei Mal die Unwahrheit. Rekordverdächtig! Müssig allerdings darauf näher ein zu gehen. Hier schreibt ein Landesgeschäftsführer, dem die Souveränität abgegangen zu sein scheint. Warum sich allerdings ein Günter Blocks mit einem Pressemitglied derart über Gebühr beschäftigt, und diese Zeit nicht sinnvoller dem “politischen Gegner” widmet, –wo sich doch die Linke geradezu davon umzingelt fühlt–, bleibt sein Geheimnis.
Mittlerweile gibt es einen Antrag auf Parteiausschluss gegen Günter Blocks. Dieser wurde auf mehreren Internetmedien öffentlich gemacht, unter anderem auch auf der von ihm so titulierten “parteifeindlichen Website” DL. Der Antragsteller hat bislang einige zustimmende Reaktionen aus der NRW-Linken erfahren, wie er berichtet. Weitere UnterstützerInnen seines Antrages auf u.a. Ausschluss des Landesgeschäftsführers Günter Blocks aus der Partei Die Linke, können sich gern an ihn wenden.
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Beitrag von
Detlef Obens
auf 31. Oktober 2010. Abgelegt unter
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