US-Manöver: Nordkorea droht mit einer "physischen Antwort"
"USS George Washington"
Hanoi – Nordkorea hat die geplante gemeinsame Militärübung von Südkorea und den USA als Angriff auf seine Souveränität bezeichnet und droht beiden Ländern mit harten Schritten. Nordkorea werde dem Manöver und den jüngsten US-Drohungen mit einer "physischen Antwort" begegnen, sagte ein hochrangiger nordkoreanischer Diplomat am Freitag in Hanoi, wo derzeit das Asean-Sicherheitsforum stattfindet. Dies sei die eindeutige Position der Regierung in Pjöngjang. Das Manöver bedrohe die Sicherheit der gesamten koreanischen Halbinsel und ganz Asiens, fügte das nordkoreanische Delegationsmitglied Ri Tong Il hinzu.
Nordkoreas Außenminister Pak Ui Chun habe betont, dass sich Pjöngjang nicht für die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes entschuldigen werde, wurde der Sprecher von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert.
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US-Außenministerin Hillary Clinton forderte die Asean-Staaten auf, dem Beispiel der USA zu folgen und den Druck auf Nordkorea durch schärfere Sanktionen zu erhöhen. Sie hatte zuletzt weitere finanzielle und wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen den weitgehend abgeschotteten Staat angekündigt. Auf diese Weise wollen die USA Nordkorea zur Abkehr von seinem umstrittenen Atomprogramm bewegen.
"Hier in Asien hat sich ein isoliertes und kriegslustiges Nordkorea in eine Kampagne gefährlicher Provokationen gestürzt", sagte Clinton laut Redetext vor dem ASEAN-Regionalforum ARF, zu dem neben den zehn ASEAN-Staaten 17 weitere Länder gehören, darunter die USA, China, Japan, Nord- und Südkorea und Russland. Zu den "Provokationen" zähle der nordkoreanische Torpedo-Angriff auf das südkoreanische Kriegsschiff "Cheonan".
"Um Nordkorea dazu zu ermutigen, die Maßnahmen zu ergreifen, die es ergreifen muss, fordern wir unsere Freunde und Verbündete des ARF inständig auf, weiter die UN-Sanktionen vollständig und transparent umzusetzen", sagte Clinton. Pjöngjang müsse sein "provokatives Verhalten" aufgeben und seinen internationalen Verpflichtungen zur atomaren Abrüstung nachkommen.
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