Olaf Scholz: Forderung des DGB ist gut und richtig

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olafscholz Zu den Forderungen von DGB-Chef Michael Sommer, einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro einzuführen und der Kritik der Wirtschaftsinstitute erklärt der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Olaf Scholz:

Die Forderung von Michael Sommer nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro ist gut und richtig. Eine Marktwirtschaft braucht Mindestlöhne. Das gilt erst Recht, wenn ab dem 1.1.2011 vollständige Freizügigkeit auf dem europäischen Arbeitsmarkt herrscht. Das darf nicht der Beginn eines Wettbewerbs um Dumpinglöhne werden. Die Warnung der Wirtschaftsinstitute vor dem Verlust hunderttausender Arbeitsplätze ist reine Panikmache. Fast überall auf der Welt sind Mindestlöhne selbstverständlich.

Deutschland muss jetzt endlich nachziehen. Rund 70 Prozent der im Niedriglohnsektor Tätigen sind Frauen. Sie würden von der Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohnes besonders profitieren. Die Forderung nach existenzsichernden Mindestlöhnen ist für die SPD Ausdruck unseres sozialen Gerechtigkeitsempfindens, das von weiten Teilen der Bevölkerung geteilt wird.

Beitrag von auf 2. April 2010. Abgelegt unter Gewerkschaften, Politik. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Kommentare und Pings sind geschlossen.