Hannelore Kraft: Rüttgers trägt Mitschuld an der Zunahme unsicherer Arbeitsverhältnisse
Essen (ots) – Die Landesvorsitzende der NRW-SPD, Hannelore Kraft, wirft NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) eine Mitschuld an der Zunahme unsicherer Arbeitsverhältnisse vor. Schon heute werde jeder zweite neue Arbeitsvertrag befristet geschlossen, sagte Kraft im Gespräch mit der in Essen erscheinenden Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung (Donnerstagsausgabe). "Das wird sich weiter verschärfen, weil Schwarz-Gelb die unbegrenzte Kettung von befristeten Arbeitsverträgen ermöglichen will." Dies stehe im Koalitionsvertrag der Bundesregierung, den auch Rüttgers unterschrieben habe. "Davon sind vor allem junge Menschen betroffen, denen eine sichere Perspektive genommen wird", so Kraft. Das sei "sozialpolitisch und wirtschaftspolitisch eine Katastrophe", so die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl. "Denn Deutschland braucht mehr gut ausgebildete junge Menschen, die kreativ und innovativ sind. Um kreativ zu sein, brauchen sie aber Sicherheit."
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interessanter artikel, dankeschön
Nicht, dass ich an Rüttgers irgendetwas mögen würde, aber leider blendet der Artikel, sowie die zitierten Aussagen von Kraft aus, wo die Mitschuld der SPD an der sozial- und wirtschaftspolitischen Katastrophe der letzten 10 Jahre vielleicht noch liegen könnte, nämlich bei den Reformen seit Schröder, der die Schleusen erst geöffnet hat, die dann zu den heutigen Zuständen auf dem Arbeitsmarkt führen konnten.
Also: Sozial- und wirtschaftspolitisch zwar eine Katastrophe, aber politisch durchaus so gewollt. Wenn man von MITschuld redet und einen Schuldpartei angreift, dann sollte man auch andere MITschuldige nennen – zumal, wenn hier die Wurzel des Übels in den eigenen Reihen verankert ist.