Duisburg: Gysi und Pau distanzieren sich von Dierkes

Gregor Gysi

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Berlin. In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten Linksfraktionschef Gregor Gysi und die stellvertretende Bundestagspräsidentin Petra Pau gegenüber der Jerusalem Post (JP), dass linke Kritik an der israelischen Politik weder das Existenzrecht Israels noch den Holocaust relativieren dürfe. Andernfalls führe sie sich selbst ad absurdum. Wörtlich: „Herr Dierkes spricht nicht für die Partei Die Linke.“

Die Zeitung klärt ihre Leser darüber auf, dass Gysi und Pau die beiden prominentesten Parteimitglieder sind, die antizionistische und antisemitische Tendenzen in ihrer Partei vehement entgegentreten. Nach Ansicht von Beobachtern der Partei sei es sehr bemerkenswert, dass Gysi und Pau, anstatt parteiintern zu behandeln, den Weg gewählt haben, Dierkes antiisraelische und antijüdische Ausfälle öffentlich zu verurteilen.

Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, verwies gegenüber der JP darauf, dass Dierkes bekannt als Israelhasser und Antisemit sei. Er vertrete die „These, dass israelische Juden allein für ihre Existenz mit Vernichtung zu bestrafen seien. Hier bedient sich Dierkes düsterer, klassisch antisemitischer Motive.“

Um einen Kommentar zu Kramers Kritik und Dierkes Erscheinungsbild auf YouTube gebeten, erklärte Ute Abraham der JP, dass sie als Sprecherin des Duisburger Kreisverbandes der Linken sich nicht gegenüber Medien zu äußern wünsche, die Herrn Dierkes fortlaufend verunglimpften. Auch in seinem Buch „Bedingungslos für Israel“ befürworte Dierkes ausdrücklich das Existenzrecht Israels.

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